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Der erste Eindruck zählt

Südlohn Ein Händedruck ist mehr als einander die Hände zu reichen und drückt mehr aus als eine einfache Begrüßung - gerade im Vorstellungsgespräch. Davon überzeugen konnten sich kürzlich 23 Schülerinnen der Roncalli-Hauptschule beim ersten Bewerbungstraining der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Borken in Südlohn.

Der erste Eindruck zählt

<p>Ein Händedruck ist nicht ein Händedruck. Das erfuhren die Schülerinnen der Roncalli-Hauptschule beim Bewerbungstraining mit Edith Brefeld. MLZ-Fotos (2) Herbers</p>

"Viel zu zart. Oh, zu fest. Ja, so ist es gut." Solche und ähnliche Statements waren zu hören, als Edith Brefeld, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, durch die Reihen im großen Raum des Haus Wilmers ging und den jungen Frauen die Hand reichte. Weder zu zaghaft noch schmerzhaft für das Gegenüber durfte der Druck sein, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Denn: "Sie haben keine zweite Chance. Der erste Eindruck zählt im Vorstellungsgespräch", ließ Brefeld die Schülerinnen im Alter von 14 bis 17 Jahren wissen. Nicht nur die Begrüßung und das Gespräch zwischen Bewerber und potentiellem Arbeitgeber bedürften besonderer Vorbereitung.

Bereits im Vorfeld müssten sich die jungen Frauen viele Gedanken machen, was die angemessene Kleidung, Körperpflege, aber auch Körperhaltung angehe. Von manch lieb gewordenem Kleidungsstück müssten sich die angehenden Industriemechaniker, Mediengestalter und Bäcker - wie auf einem von den Schülerinnen geschriebenen Plakat zu lesen war - im Berufsalltag verabschieden.

"Nehmen sie Raum ein. Sie haben etwas anzubieten - und wollen, dass sie als Person angenommen werden", riet die Fachfrau weiter.

Nicht nur vor bösen Überraschungen will Brefeld sie mit diesen und ähnlichen Ratschlägen bewahren, sondern vor allem ihr Selbstbewusstsein stärken und Unsicherheiten in der anfangs ungewohnten Bewerbungssituation abbauen. Oberstes Ziel sei, sich beim Vorstellungsgespräch wohl in seiner Haut zu fühlen - und sich positiv zu präsentieren. Keiner müsse sich unter Wert verkaufen. Deshalb nahm neben möglichen Gesprächsinhalten auch das Aufzählen von Fragen, die der Arbeitgeber nicht stellen dürfe, breiten Raum ein.

Wie viel vermeintliche Kleinigkeiten in Sachen Kleidung aussagen, überraschte beispielsweise Ricarda: "Ich fand es gut, dass darauf hingewiesen wurde", meint die Zehntklässlerin nach dem Training. "Die Info-Blätter waren informativ", meinte Miriam. Ihre Mitschülerinnen äußerten sich ebenfalls positiv über das Training: "Verständlich und gut erklärt", lautete das Fazit von Caroline.

"Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu dem, was wir in der Schule machen", fand auch Schulleiterin Doris Bennemann. Nur die Jungen hätten bedauert, dass sie nicht teilnehmen könnten. Aber vielleicht werde das Programm noch ausgeweitet. kh

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