Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Interview

Gabriele Templin-Kirz hat Mut zu eigenwilligen Farben

SÜDLOHN Es ist nicht das erste Mal, dass die Südlohner Künstlerin und Innenarchitektin Gabriele Templin-Kirz die Türen ihrer Galerie und ihres Ateliers für die Öffentlichkeit öffnet. Und es wird auch nicht das letzte Mal sein. Am Wochenende können Besucher gemeinsam mit ihr auf 30 Jahre in Südlohn zurückblicken. Unsere Mitarbeiterin Elvira Meisel-Kemper hielt mit Gabriele Templin-Kirz (59) Rückschau.

/
Gabriele Templin-Kirz erlaubt allen Interessierten am 8. und 9. Oktober einen Blick in ihr Atelier und ihre Galerie. Seit 30 Jahren lebt die Künstlerin und Innenarchitektin in Südlohn und stellt am Wochenende eine Auswahl ihrer Werke zur Schau.

Ein Blick in die Galerie von Gabriele Templin-Kirz

Sie sind vor 30 Jahren von Marl nach Südlohn gezogen. Warum?

Meine Eltern zogen damals von Marl nach Südlohn in das Haus Beckedahl 3. Deshalb bin ich auch umgezogen. Anfangs hatte ich eine Wohnung in ihrem Haus. Rund zehn Jahre später zog ich in das Haus Beckedahl 5, um dort eine kleine Galerie und Malschule ins Leben zu rufen.

Was war Ihr erster Eindruck von Südlohn?

In Marl habe ich am Ortsrand gewohnt, naturnah. In Südlohn konnte ich mich genauso gut mit der Natur auseinander setzen. Hier gibt es viel Fläche, Freiraum und Wald in der Nähe.

Wie war die Reaktion der Südlohner, als sie ihre erste Ausstellung vor 30 Jahren hier im Haus hatten?

In der Nachbarschaft wurde ich herzlich aufgenommen. Ich nannte die Ausstellung "Tatort Kunst" lange bevor es das Künstlerinnen-Forum Münsterland mit der gleichnamigen Aktion gab. Das Erste, was ein kleiner Junge sagte, als er hereinkam: "Die Wände sind ja Blau." Ich hatte immer schon Mut zu eigenwilligen Farben.

Wie kamen Sie zur Malerei?

An der Fachhochschule in Düsseldorf habe ich Innenarchitektur studiert. Dazu gehörten auch perspektivische Zeichnungen. Durch das Aquarellieren konnte ich zusätzlich meine Farbvorstellungen dafür verdeutlichen. Das habe ich immer weiter perfektioniert. Meine außergewöhnlich gute räumliche Vorstellungskraft hilft mir auch heute, meine Bilder frei zu erfinden, ohne das Motiv direkt vor Augen zu haben.

Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Wissen in Malkursen weiterzugeben?

Bei der Druckvorbereitung des VHS-Programms fiel mir auf, dass es keine Malkurse gab und bot spontan meine Dienste an. Tatsächlich gab es somit vor etwa 30 Jahren meinen ersten Aquarellkurs. Der wurde sofort gut angenommen. Vier Jahre habe ich regelmäßig Kurse gegeben, bis ich in Pforzheim einen neuen Job als Innenarchitektin bekam. Mein Hauptwohnsitz blieb jedoch immer Südlohn.

Wann haben Sie die ersten Kurse in Ihrem Haus in Südlohn gegeben?

Als ich vor rund 20 Jahren in den Beckedahl 5 gezogen bin. Heute ist das eine reine Galerie, denn vor knapp zehn Jahren habe ich im Nebenhaus eine kleine Malschule eröffnet. Dort ist auch mein Atelier.

Sie machen auch Wandmalerei im Auftrag von Kunden für Privaträume. Wie kam es dazu?

Für einen Kunden aus Stadtlohn habe ich im Rahmen einer Küchengestaltung einen malerischen Entwurf für eine Wandseite gemacht. Da sich keiner fand, der das auch umsetzte, habe ich selbst die Wand bemalt.

Sie machen seit Jahren Malreisen im gesamten Bundesgebiet. Sie haben Bücher über Acrylmalerei geschrieben. Sie waren zwei Jahre Präsidentin des Clubs Soroptimist International Borken. Sie stellen im gesamten Bundesgebiet aus. Wann und wo malen Sie überhaupt?

Das mache ich größtenteils im Atelier in Südlohn. Ich bin in erster Linie Künstlerin und Kursleiterin. In den Kursen möchte ich künstlerische Werte weitergeben. In den letzten 30 Jahren habe ich in meiner Malerei eine größere stilistische Bandbreite gefunden. Wichtig ist mir auch das Gespräch mit den Betrachtern meiner Bilder und mit Künstlerkollegen.

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Serie Helden des Alltags

Tolle Momente machen Arbeit im Hospiz so besonders

SÜDLOHN Allen Menschen aus und in Südlohn und Oeding, die sich der Kranken- und Altenpflege widmen, möchte die Bürgerstiftung Südlohn-Oeding, einen Tag widmen. Nämlich den 15.Oktober, den Tag, an dem sie ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Im Vorfeld stellen wir in einer Serie verschiedene Menschen und Einrichtungen in und aus Südlohn und Oeding vor. Heute geht es Heute geht es um die Arbeit in einem Hospiz.mehr...

Aktion der Gemeinde St. Vitus

Messdiener "vermietet"

Südlohn Normalerweise hantieren Messdiener ja mit dem Weihrauchfass, Kerzen oder Kelchen. Jetzt aber schufteten sie mit Besen, Harken und Putzlappen. Rent a Messdiener“ hieß es am Samstag in Südlohn.mehr...

Azubi Jannick Dempzin

Müller wird Verfahrenstechnologe

SÜDLOHN Der Beruf ist einer der Ältesten auf der Welt. Doch kaum jemand kennt den Beruf der Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft.mehr...