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Messdiener-Aktion

Harke statt Messgewand

SÜDLOHN Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder ihre Freizeit opfern, um Laub zu harken. Doch die Bereitschaft der Ministranten bei der Aktion "Rent a Messdiener" war hoch. An einem Vormittag halfen gestern 15 Messdiener bei Arbeiten in der Gemeinde und sammelten so 152 Euro für die Messdienerkasse und den guten Zweck.

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Zoe Teminghoff (M.) und Theresa Termathe (r.) reinigten mit Schwester Ansgara das Ziegengehege.

Tobias, Philipp, Kim und Maren (v.L.) pflegten Gräber.

Finn Terbrack half Senioren.

Immer wieder kommen die zwei Ziegen an und wollen gestreichelt werden, als Zoe Teminghoff und Thersa Termathe im Gehege am Henricus Stift das Laub zusammen kehren. "Ich mag Tiere", erzählt Zoe Teminghoff, während sie die Blätter zu kleinen Häufchen schiebt. "Außer Spinnen. Ein Terrarium hätte ich nicht sauber gemacht."

Die beiden Mädchen haben Spaß an der Arbeit. Schwester Ansgara, die sich sonst um die Tiere kümmert, hat die Messdiener um ihre Hilfe gebeten. "Wie fleißig die sind", staunt die Ordensfrau. "Sonst hätte ich das alles alleine machen müssen." Für die tatkräftige Unterstützung spendet Schwester Ansgara ein paar Euro, die den Messdienern und der Jugendarbeit in der St.-Vitus-Gemeinde zugute kommen.

Messdienerarbeit lebendig machen

Finn Terbrack ist froh, nicht im Ziegengehege zu stehen. Er kümmert sich mit sechs anderen Messdienern um Menschen aus dem St.-Niklas-Altenheim. Ein kleiner Spaziergang steht an. Die Messdiener schieben die Senioren in ihren Rollstühlen zum Supermarkt. Dort trinken sie gemeinsam einen Kakao und erledigen Einkäufe. Die älteren Menschen freuen sich über den jungen Besuch. "Wir wollen die Messdienerarbeit lebendig machen", erzählt Kaplan Raju Peter, der die Aktion begleitet. "Es geht uns nicht darum, viel Geld zu sammeln, sondern darum, aktiv der Gemeinde Hilfe anzubieten."

Ein paar Meter entfernt ist eine Gruppe Messdiener auf dem Südlohner Friedhof unterwegs. Hier müssen die Fugen von Unkraut befreit, Gräber gepflegt und Herbstlaub gefegt werden. Die Zehn- bis 14-Jährigen opfern dafür gerne ihre Freizeit. "Wenn man in den Ferien nichts zu tun hat, kann man auch anderen helfen", erklärt Philipp Wigger. "Man sollte denen helfen, die Hilfe brauchen", ergänzt sein kleiner Bruder Tobias.

Bereitschaft war groß

Um halb eins ist dann Feierabend für die Messdiener. Im "Kleinen Saal" tauschen sich alle bei Nudeln und Salat über ihre Erlebnisse aus. 152 Euro sind am Mittwoch zusammen gekommen. Ein voller Erfolg, findet Messdienerleiterin Marita Hintemann, die nicht mit so viel Geld gerechnet hatte. "Die Bereitschaft der Jugendlichen war groß, sodass wir die Aktion nun regelmäßig machen wollen", sagt sie. "Wir hoffen, dass viele Südlohner unsere Hilfe annehmen."

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