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Helfende Hände gebraucht

Oeding Die evangelische Kirche hat den Gürtel enger geschnallt. Das macht sich auch in der Kirchengemeinde Oeding bemerkbar. Nun soll eine Gemeindeberatung, die Zukunft sichern helfen.

"Externe vom Amt für missionarische Dienste werden die verschiedenen Arbeitsfelder unter die Lupe nehmen. Dann werden wir sehen, wie eine zukunftsfähige Konzeption aussehen kann", erklärt Pfarrer Frank Reese. Schon jetzt ist klar: Der Küsterdienst in Burlo soll künftig in ehrenamtliche Hände gelegt werden, nachdem Küsterin Monika Rieken aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet. "Wir starten im nächsten Gemeindebrief einen Aufruf", sagt Reese. Dann ist mehr Einsatz von Gemeindemitgliedern gefragt: Beim Herrichten der Kirche vor den Messen, aber auch bei der Instandhaltung. Das gelte auch für die Raumpflege, die "auf Dauer einfach nicht mehr zu finanzieren" sei. An die verbliebenen Küsterstellen in Oeding und Weseke wolle man jedoch "nicht ran, solange es uns ermöglicht wird". Doch auf Dauer wird Burlo wohl Modell für die anderen Gemeindeteile, gibt er zu bedenken.

Einschnitte hatte es bereits einige gegeben in den vergangenen zwei bis drei Jahren. 30 Prozent der Personalkosten wurden eingespart. Auch Reeses Stelle wurde gekürzt und durch neue Aufgaben an der Borkener Hauptschule refinanziert.

Es gebe eine ganze Reihe Ehrenamtlicher, die einen großen Teil der Arbeit schultern. Doch wenige machen immer mehr. So wie Ursula Hops, die nicht nur das Gemeindebüro betreut, sondern auch im Frauengesprächskreis, im Presbyterium, in der Frauenhilfe, bei Kindergottesdiensten und -bibeltagen aktiv ist. "Es werden noch viel mehr helfende Hände gebraucht", meint Reese.

Das Steueraufkommen in der evangelischen Kirche ist zwar erstmals seit 1992 wieder angestiegen. "Das ist aber kein Grund euphorisch zu sein. Die Entwicklung zeigt nach unten. Der Trend ist nicht aufzuhalten", mahnt er. Deshalb hat die Gemeinde vor zwei Jahren ein freiwilliges Kirchgeld eingeführt. Mit Erfolg: Fast 3400 Euro sind 2006 zusammengekommen.

Den Kopf in den Sand stecken will Reese, der seit zehn Jahren die auf 1682 Mitglieder gewachsene Gemeinde im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken betreut, aber nicht. Er fordert: "Die Menschen müssen ihre Zuschauerhaltung aufgeben und sich mehr an den Aufgaben beteiligen." kh

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