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Oldtimer-Tour

Klassisches Blech auf vier Rädern

OEDING Wenn Hubert Epping seinem T2 auf der Bundesstraße 57 hinter Xanten derart die Sporen gibt, dass gefühlte 130 Stundenkilometer anliegen - es aber in Wirklichkeit gerade mal 80 sind -, dann heißt das Thema: "Südlohner/Oedinger Cabrio- und Oldtimer-Tour".

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Ein künftiger Corvette-Pilot?

Für die Sieger gab es eine Urkunde.

Ein Mercedes 190 weckte großes Interesse.

Es kann einem auch in nagelneuen Autos passieren, dass man sich den Sicherheitsgurt vom Leib halten muss, damit er nicht in den Hals schneidet. Um zu erleben, wie es sich anfühlt, auf einem alten Federkernsitz Platz zu nehmen, dafür braucht das Fahrzeug aber schon ein gewisses Alter.

So präsentierten sich die Oldtimer und Cabrios

Ein Porsche parkte auch in Oeding.
Ein Mercedes 190 weckte großes Interesse - da wurden auch Blicke ins Innenleben geworfen.
Nicht nur das Auto zog viele Blicke auf sich, auch der kleine Fan der großen Corvette.
Wild in Oeding: ein Mustang
Der Blick aus dem VW-Bus auf den Startplatz der Ausfahrt.
Mike Epping mit dem Roadbook
Für die Sieger gab es eine Urkunde und viele Glückwünsche.
Ein künftiger Corvette-Pilot?
In Reih und Glied geparkt waren die alten Schätze.
Bei der Mittagspause konnten die Oldtimerfahrer einen Blick auf Schiffe werfen.
Bei der Siegerehrung (v. l. Hubert Epping, Michael Hoeper und Torben Hemsing

Dieses gewisse Alter hatten am vergangenen Sonntagmorgen gleich 43 Autos, die sich für die zweite Auflage der Cabrio- und Oldtimer-Tour unter den Augen zahlreicher Schaulustiger auf der Kirmeswiese aufgestellt hatten. Im Konvoi starteten sie in Richtung Achterhoek und Niederrhein. In einem von ihnen, im VW-Bulli des einen Tour-Organisators Hubert Epping - der andere war Michael Hoeper - durfte der Mitarbeiter der Münsterland Zeitung mitfahren.

Schmuckstück von 1967

Aus dem Jahr 1967 stammt das bis zur letzten Schraube restaurierte Schmuckstück. Und das Quietschorange dieses unterwegs überall mit freundlichen Blicken und Winken empfangenen Kleinbusses soll seinerzeit tatsächlich ein Original-Farbton gewesen sein.

Es waren noch andere Preziosen am Start. Etwa die knallrote Corvette des Südlohners Hubert Thies mit ihrem 6,9 Liter V8-Motor und 530 PS - die, wie ihr Pilot versicherte, unter 25 Litern Benzin auf 100 Kilometern gar nicht zu bewegen ist. Außerdem ein ganzes Rudel schöner alter Mercedes-Modelle, Porsches verschiedener Baujahre oder auch eine Ente von Citroen, die aussah, als sei sie gerade erst aus der Fabrik gerollt.

Knifflige Aufgaben

Die Streckenführung, die die Veranstalter ausgetüftelt hatten, wurde diesem illustren Feld mehr als gerecht: Es ging über Woold nach Barlo, wo an der Kirche die erste Aufgabe wartete. Es galt für die Fahrzeugbesatzungen entlang der Tour, immer wieder zum Teil knifflige Fragen zu beantworten, die sich mit der Strecke und der Historie darum herum befassten - beispielsweise: "Wie viele Rheinbrücken gibt es zwischen Köln und Emmerich?" oder: "Wann wurde die Grenze zu den Niederlanden geöffnet?".

Grob in Richtung Niederrhein lag das erste Ziel. Die Mittagspause fand in wirklich spektakulären Ambiente statt: am Rande des Dörfchens Obermörmter unmittelbar neben einer kleinen Deichmauer direkt am Rhein. Über Xanten, Wesel, Marienthal und Borken ging es dann auf Nebenstraßen wieder zurück nach Oeding. 125 Kilometer mehr hatten die Wagen anschließend auf ihren Tachos. 125 Kilometer, die sie alle ohne Zwischenfälle hinter sich gebracht haben.

Nächste Tour

Noch zwei Zahlen? Es waren insgesamt 6365 PS am Start, und alle Autos zusammen waren 1312 Jahre alt. Und den Gesamtsieg holten Torben Hemsing und Veronika Beier aus Oeding.

Die dritte Auflage der Tour wird aller Voraussicht nach wieder von Südlohn aus organisiert werden - ob 2016 oder 2017, steht allerdings noch nicht fest.

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