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Maximilian Hayk

Meister als Lehrgangsbester

SÜDLOHN Mit Tunnelblick nehmen viele Abiturienten den Weg ins Studium. Nicht so Maximilian Hayk, der Südlohner entschied sich für eine Ausbildung und schließlich den Meistertitel.

Meister als Lehrgangsbester

Maximilian Hayk hat Abitur gemacht und sich dennoch für eine Ausbildung entschieden. Bei Marco Nienhaus ist der 23-Jährige seit vielen Jahren Mitarbeiter - und hat jetzt sogar seinen Meister in der Tasche. Foto: Beining

Im Kleinen fing alles an. Mit einem Ferienjob. „Man will sich als Schüler ja etwas dazu verdienen. Außerdem kannte ich den Chef Marco Nienhaus bereits vom Spielmannszug Südlohn, da hat sich das dann so ergeben“, sagt Maximilian Hayk. Das war 2011, Hayk ging damals noch zur Schule. Heute ist der 23-Jährige Meister im Bereich Elektrotechnik.

Der Werdegang von Maximilian Hayk ist heute eher ungewöhnlich. Viele junge Schüler schreiben sich nach dem Abitur für ein Studium an einer Hochschule ein. Immer weniger von ihnen zögen eine Ausbildung in Betracht, sagt Marco Nienhaus, ihm gehört die Elektrofirma, in der Hayk in Südlohn arbeitet. Auch Maximilian Hayk hat überlegt, nach dem Abitur und seiner Ausbildung zum Elektrotechniker keinen Meister zu machen, sondern studieren zu gehen, entschied sich dann aber dagegen. Marco Nienhaus bot ihm an, ihn als Meister einzustellen, wenn er sich dafür entscheiden sollte. Für Hayk war das Angebot verlockend, er verwarf die Studienidee. „Bereut habe ich das nie“, sagt der 23-Jährige.

Keine Bewerbungen



Für Handwerksbetriebe wie den Elektrotechnik-Betrieb von Marco Nienhaus ist der Uni-Hype schwer verkraftbar. Elf Mitarbeiter arbeiten neben Marco Nienhaus und seiner Frau Melanie in der Südlohner Elektrotechnik-Firma. Drei davon sind Auszubildende und sechs Gesellen. Abiturienten bewerben sich selten bei ihm, sagt er, doch auch Bewerbungen von jungen Leuten mit anderen Berufsabschlüssen bleiben derzeit aus. „Wir haben für das kommende Jahr keine Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz bekommen – nicht einmal eine schlechte“, sagt Marco Nienhaus.

Dass es so schwer ist, Auszubildende zu finden, liege nicht nur an dem Trend zum Studium, der bei Abiturienten Einzug gehalten hat. „Die Anforderungen an die Auszubildenden werden immer komplexer. Auch dadurch wird es nicht einfacher, offene Plätze zu vergeben“, erklärt Nienhaus.

Maximilian Hayk hat das nicht geschreckt. Durch seine frühe Mitarbeit im Betrieb wusste er, worauf er sich einließ, als er seine Ausbildung begann. Seine Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk hat er in Münster am 10. November abgeschlossen – als Lehrgangsbester, trotz verkürzter Ausbildung. „Es hat Spaß gemacht, aber ich habe auch viel dafür gelernt“, sagt er. An seinem Beruf schätzt er die Vielfältigkeit. „Ich habe verschiedene Aufgabenbereiche, das gefällt mir. Als Meister gehe ich dann jetzt auch viel in die Planung.“

Hayk empfiehlt jungen Leuten, die Abitur machen, eine Ausbildung im Handwerk in Betracht zu ziehen: „Handwerkliches Geschick hilft einem im Leben total weiter. Außerdem suchen Handwerksbetriebe überall nach guten Leuten, man wird dort gebraucht.“

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