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"Nähe ist das A und O"

Südlohn Stark zurückgegangen ist in Südlohn die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen.

Während 2005 noch 139 allein oder mit mehreren in einem Haushalt lebende Menschen Leistungen nach dem SGB II erhielten, reduzierte sich ihre Zahl im vergangenen Jahr auf 129 und sank nach einem kurzen Anstieg im Frühjahr bis September 2007 auf 73. Dies ist dem kürzlich vorgestellten Sozialbericht der Gemeinde zu entnehmen.

Positiv entwickelt

Zu den Gründen zählen die positive konjunkturelle Entwicklung, aber auch die Tatsache, dass hilfebedürftigen jungen Erwachsenen die Gründung eines eigenen Hausstands vom Gesetzgeber erschwert wurde. In erster Linie sei die Senkung jedoch auf "die sehr gute Arbeit" des Service-Punktes Arbeit zurückzuführen, wie Bürgermeister Georg Beckmann jüngst im Sozialausschuss hervorhob. Die Kommune hatte 2006 die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen übernommen. Was die Integration in Arbeit angeht, nimmt die Gemeinde - neben Legden - mit einer monatlichen Eingliederungsquote von 4,8 Prozent sogar eine Spitzenposition im Kreis Borken ein. 114 Langzeitarbeitslose konnten 2006 in eine Arbeit vermittelt werden. Schlusslicht mit 1,8 Prozent ist Gronau.

"Kurzer Draht" wichtig

Nicht nur die Arbeitssuchenden profitieren von der neuen Regelung, sondern auch die, die Arbeit zu vergeben hätten. "Da gibt es einen sehr kurzen Draht zu Unternehmern. Und die Nähe zu potentiellen Arbeitgebern ist das A und O", umschrieb Beckmann die Vorteile der Arbeitsvermittlung vor Ort. Innerhalb kürzester Zeit habe man so Arbeitssuchenden helfen können, erklärte Herbert Schlottbom, Leiter des Service-Punktes Arbeit. Beispielhaft führte er das Schicksal eines jungen Mannes an, der seine Ausbildungsstelle durch eine Firmeninsolvenz verloren hatte. Innerhalb von einer Stunde nach Antragstellung konnte ihm zu einer neuen Stelle verholfen werden. Rund 1 455 400 Euro hat die Gemeinde im vergangenen Jahr für das ALG II ausgegeben - rund 469 000 Euro davon hat die Gemeinde aufgebracht. kh

Der jüngste Bericht der Agentur für Arbeit zeigt: Auch im Oktober blieb die Zahl der SGB II-Empfänger stabil. Die Zahl der Kurzzeitarbeitslosen sank im vergangenen Monat um zwei auf 61.

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