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KIM-Ausstellung

Sehnsucht und Fernweh machen kreativ

GESCHER/SÜDLOHN/STADTLOHN Die Sommerferien stehen vor der Tür und manch einer sehnt sich nach einem Ortswechsel oder hat ihn gar schon geplant. Dass die Sehnsüchte und Vorstellungen von solch einem Ortswechsel äußerst unterschiedlich sein können, zeigt die am Sonntag eröffnete Gemeinschaftsausstellung der Künstlergruppe KIM im Gescheraner Kutschenmuseum.

Sehnsucht und Fernweh machen kreativ

Gabriele Templin-Kirz vor ihrem Bild "Sehnsucht nach Anderswo".

 Gemäß ihres Namens „KIM-Kunst ist mehr“ bietet die Ausstellung „Ortswechsel“ mehr als nur eine künstlerisch umgesetzte Vorstellung dessen, was ein Ortswechsel ist, sein könnte oder wie ein solcher aussehen kann. Insgesamt zehn Künstlerinnen und Künstler haben ihren individuellen Weg gewählt ein und dasselbe Thema umzusetzen und das Ergebnis ist eine gelungene Mischung verschiedenster Kunstrichtungen und Ansätze: Gemälde, Radierungen, Objekte, Skulpturen und Fotografien, alle unterscheiden sich in Technik und Motiv voneinander, finden sich dennoch im gemeinsamen Oberthema wieder.

„Es gibt kaum eine Biografie, in der kein Ortswechsel vorkommt“, erklärte die Vorsitzende der Künstlergruppe Marianne Bellenhaus in ihren einführenden Worten im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Sie selbst zeigt in der Ausstellung verschiedene Ortswechsel. Mal ist es ein in Sandtönen gehaltenes Diptychon mit dem Titel „Wüstenorte“, das einer Landkarte gleicht, mal ein Standobjekt mit dem Titel „Fluchtpunkt“. „Bei Ortswechsel denke ich an Tapetenwechsel, oder an von einem Punkt zum nächsten und nicht stehen bleiben“, erklärte die Südlohner Künstlerin Gabriele Templin-Kirz. „Ich brauch‘ Tapetenwechsel“ heißt demnach auch eines ihrer Acrylgemälde und ein weiteres „Sehnsucht nach anderswo“. Ebenso wie die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung zeigte sich auch Norbert Then, Künstler aus Stadtlohn, begeistert von dem vielfältigen Kunst-Angebot im Kutschenmuseum: „Ich selbst habe ja nur einen kleinen Teil zur Ausstellung beigetragen, genau zwei Objekte. Aber es ist einfach toll, was aus einer gemeinsamen Idee so entstehen kann!“ Kunst ist eben mehr.

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