Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Handarbeit mit Spinnrad

Spinngruppe genießt ihr gemeinsames Hobby

Oeding Fünf Frauen haben sich dem Textilspinnen verschrieben. Sie teilen dabei die Erfahrung, dass Handarbeiten nicht nur produktiv ist, sondern mehr gibt.

Spinngruppe genießt ihr gemeinsames Hobby

Wenn sich die Fäden auf der Spinnspule aufrollen, kommt entspannte Stimmung auf.

Erst Kadieren, und dann wird gesponnen“, erklären die fünf Frauen am Freitagabend, als die Spinnräder im Wohnzimmer von Susanna Heitjohann in Stellung gebracht werden. Sie gehen einem gemeinsamen Hobby nach: In Oeding hat sich eine Frauengruppe dem Textilspinnen verschrieben.

Seit Anfang Januar drehen sich die Spinnspulen um die Wette. Susanna Heitjohann, Heike Tenhaken und ihre Tochter Marilu, Barbara Drösser und Katharina Nieuwmeyer haben aus ihrem Hobby ein regelmäßiges und geselliges Frauentreffen organisiert.

Verschiedene Wollarten

„Diese Wolle ist von walisischen Schwarznasenschafen“, sagt Susanna Heitjohann und zeigt auf ihre Spinnradspule. Barbara Drösser spinnt gerade das Garn aus der Wolle von Pommernschafen. „Ja, diese Wolle ist besonders robust“, berichten die fünf Spinnerinnen, als sie eine kurze Schaffenspause einlegen.

Neben diesen beiden Wollarten haben die Frauen auch schon Islandwolle oder Heidschnuckenwolle bearbeitet. „Die Heidschnuckenwolle war so borstig und schroff. Davon konnte man nur einen Teppich herstellen“, erinnert sich Katharina Nieuwmeyer. Ansonsten werden aus den robusten Wollmaterialien Körbe, Hausschuhe und Pullover gestrickt beziehungsweise angefertigt. „Die weicheren Wollen werden für Schals, Handschuhe, Mützen und Socken verwendet“, so Heike Tenhaken.

Beim Spinnen werden mindestens zwei Wollfäden zusammen gesponnen. So erhält man ein stärkeres Garn, um daraus eine Textilie herstellen zu können. Vor dem Spinnen wird die Schafswolle noch kadiert. Das heißt, der naturbelassene Wollbausch wird in einer Richtung gekämmt. So erzielt man schon eine gewisse Stabilität und Ordnung innerhalb der Wolle. Möglich macht das die Kadiermaschine.

Prozedur des Färbens

„Neben der naturbelassenen Wolle haben wir auch schon mit selbstgefärbter Wolle gearbeitet“, sagt Barbara Drösser. Gefärbt wird mit Säurefarbe. Die Wolle wird in einem Topf zusammen mit Essig und der Farbe erhitzt. „Es muss köcheln“, fügt Barbara Drösser hinzu. Dann muss die Wolle behutsam abkühlen, um sie in ihrem neuen Erscheinungsbild zu verarbeiten“, erläutert Barbara Drösser.

Angefangen hat alles auf dem Mittelaltermarkt im vergangenen Oktober. Auf der Oedinger Herbst-Meile kam den Frauen die Idee, sich zu einer Spinngruppe zusammenzuschließen. „Das erste Treffen hatten wir im Dezember. Danach war uns allen klar, dass es funktionieren würde“, schildert Susanna Heitjohann die Entstehung der Gruppe. Die Frauen treffen sich seit Januar regelmäßig am ersten und dritten Freitag eines Monats, um die Spinnräder zu schwingen.

Entspannung pur

Ist das Spinnen von Wolle nicht aus der Mode gekommen? Auf diese Frage kommt ein Nein als prompte Antwort. Immer mehr Frauen würden sich vom Spinnen neu begeistern lassen, sagen die Gruppenmitglieder.

Diese Arbeit habe nämlich etwas Beruhigendes. Dabei könne man den Alltag hinter sich lassen, sind sich die Frauen einig. So ist die Wollspinngruppe nicht nur gesellig, sondern wirkt auch entspannend.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Umwelttag in Südlohn und Oeding

36 Aktive sammeln Müll in der Landschaft

Südlohn/Oeding Jugendliche und Erwachsene befreiten am Samstag die Südlohner und Oedinger Landschaft von Müll. Eine gute Sache, aber einen Wermutstropfen gab es.mehr...

Flugzeugwrack in Südlohn entdeckt

Archäologen lehnen Bergung von Weltkriegsflugzeug ab

Oeding In Oeding liegt ein abgestürztes Weltkriegsflugzeug mitsamt den sterblichen Überresten des Bordfunkers in der Erde. Der Heeker Winfried Leusbrock würde das Wrack gerne bergen, der Öffentlichkeit zugänglich machen und den Toten bestatten lassen. Die Archäologen des Landschaftsverbands Westalen-Lippe lehnen das ab.mehr...

Radweg entlang der Baumwollstraße

Radweg-Lücke wird geschlossen – nur wann?

Südlohn Alois Kahmen hat schon länger eine Wunschliste. Ganz oben steht der Radweg-Lückenschluss Richtung Vreden. Damit könnte es in diesem Jahr endlich klappen. Allerdings gibt es beim Baubeginn noch Unklarheiten.mehr...

Zwei Schwerverletzte bei Unfall bei Südlohn

49-Jähriger übersieht Abbieger und überschlägt sich

Südlohn Zwei Personen sind bei einem Verkehrsunfall auf der L 572 (ehemalige B70) in Südlohn schwer verletzt worden. Die Straße war rund eineinhalb Stunden gesperrt.mehr...

Reha-Sport für Schlaganfall- und Parkinson-Patienten

Kleine Schritte mit großer Bedeutung

Mechthild Schücker hilft in Südlohn Schlaganfall- und Parkinson-Patienten, ihre Motorik zu erhalten. Betroffenen rät sie, offen mit ihrer Erkrankung umzugehen.mehr...