Verfahren vor Landgericht

Südlohner sollen Insolvenzanträge zu spät gestellt haben

SÜDLOHN Ein 58-jähriger Mann und eine 30-jährige Frau aus Südlohn müssen sich vor dem Landgericht in Münster wegen Insolvenzverschleppung verantworten. Der für Dienstagmorgen anberaumte Verhandlungstermin wurde wegen der Erkrankung eines am Prozess Beteiligten abgesagt. Die Auftaktverhandlung ist nun für den 15. Juni angesetzt.

Der Mann soll ein Unternehmen im Bereich des Anlagen- und Maschinenbaus geführt haben. Ihm wird vorgeworfen, in den Jahren 2007 bis 2008 Insolvenzanträge zu spät gestellt, Sozialversicherungsbeiträge nicht bzw. unvollständig an die Krankenkassen abgeführt zu haben.

Außerdem soll der Angeklagte trotz drohender Zahlungsunfähigkeit pflichtwidrig Entnahmen aus dem Gesellschaftsvermögen des Unternehmens getätigt haben. Der Frau wird vorgeworfen, als Geschäftsführerin in einem Fall Insolvenzverschleppung begangen zu haben. Darüber hinaus wird ihr Beihilfe zu mutmaßlichen Untreue- und Bankrotttaten des Mitangeklagten zur Last gelegt.

  • Wir berichten ab dem 15. Juni vom Prozess