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Kriminalität: Südlohner leben relativ sicher

Taschen und Fahrräder sind beliebte Beute

Südlohn Die Zahl der schweren Gewaltdelikte ist im Jahr 2017 in Südlohn im Vergleich zum Vorjahr um knapp 43 Prozent zurückgegangen. Das ist die positive Nachricht aus der Kriminalitätsstatistik der Polizei des Kreises Borken.

Taschen und Fahrräder sind beliebte Beute

Foto: Foto: Andreas Wegener

Die Anzahl an Gewaltstraftaten hat abgenommen im Vergleich der Jahre 2017 und 2016. Das geht aus der aktuellen Statistik der Polizei hervor. Allerdings: Die Summe der Gesamtstraftaten in Südlohn und Oeding insgesamt stieg im Vergleich zum Jahr 2016 um 9,2 Prozent von 380 auf 415.

Acht Gewaltstraftaten sind 2017 bekannt geworden. Darunter werden Delikte wie Raub oder räuberische Erpressung, Mord und Totschlag, Geiselnahme und Menschenraub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung zusammengefasst. 2016 waren dies noch 14. Dieser Rückgang um sechs Fälle schlägt sich auch in der Kriminalitätshäufigkeitszahl, die die absoluten Zahlen relativiert, nieder.

Niedriges Gefährdungspotenzial

Dabei werden die 14 Straftaten in Südlohn auf einen Vergleichswert hochgerechnet und ergeben eine Häufigkeitszahl. Diese drückt die durch Kriminalität verursachte Gefährdung aus, die dann von Kommune zu Kommune verglichen werden kann. Mit 88 ist der Wert in Südlohn der niedrigste im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung. Zum Vergleich: Der Durchschnitt im Bereich der Kreispolizeibehörde Borken liegt bei 171. Allerdings: Während die Aufklärungsquote kreisweit von 76,6 auf 80,5 Prozent stieg, sank diese in Südlohn von 86,7 auf 75 Prozent.

Taschen und Fahrräder sind beliebte Beute

Südlohn war damit eine Gemeinde mit niedrigem Gefährdungspotenzial, was schwere Gewaltdelikte angeht. Allerdings gibt es auch deutlichen Zunahmen gerade im Bereich Diebstahl, die für die Steigerung der Gesamtstraftaten sorgen. Die Quote nahm im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent zu, sie stieg absolut von 142 auf 167. Markant sind darunter die Steigerungen bei Taschendiebstählen, Diebstählen aus Pkw- und Fahrraddiebstählen. Die Aufklärungsquote über alles blieb nahezu konstant gering bei 15 Prozent (2016: 16,2 Prozent).

Kaum aufgeklärte Fälle

Es gibt aber auch positive Effekte: Während die Aufklärungsquoten bei Diebstahl von und aus Kfz sowie bei Fahrraddiebstählen weiter nahezu gegen Null geht, konnte zumindest ein Viertel der Wohnungseinbruchsdiebstähle aufgeklärt werden. 2016 war es keiner. Die Zahl stieg aber: von sieben auf 17.

Ähnlich konstant sieht es bei der Gesamtaufklärungsquote der Straftaten aus: Diese lag 2016 bei 51,6 und 2017 nun bei 53,5 Prozent. Positive Ausreißer sind in diesem Fall die Raubdelikte (2017: 2 – 2016: 6) und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (2017: 3 – 2016: 1). Sämtliche Fälle konnten aufgeklärt werden. Ähnlich sieht es in den Bereichen Wirtschaftskriminalität und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aus. Letztere nahmen allerdings eklatant von 53 auf 110 und damit um 107,5 Prozent zu. Viele Drogenschmuggler werden in der Grenzgemeinde von Polizei oder Zoll „erwischt“.

Halbiert haben sich dagegen nahezu die Vermögens- und Fälschungsdelikte von 49 auf 26. Leicht gestiegen ist die generelle Kriminalität auf den Straßen Südlohns um 8,8 Prozent. 124 Delikte (2016: 114) wurden gezählt. Dazu gehören zum Beispiel sexuelle Nötigung, Raubüberfälle, Erregung öffentlichen Ärgernisses, Sachbeschädigung und Körperverletzung (35 gegenüber 36). Aufgeklärt werden konnten 12,1 Prozent der Fälle und damit 1,6 Prozent mehr als 2016.

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