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Traum erfüllt: Motosushi bei „Rock am Ring“

BOCHUM/NÜRBURGRING Ein Traum ging am Wochenende für die Band Motosushi in Erfüllung: Das Quartett um Sängerin Donata Sommer durfte als eine von 20 Newcomerbands bei Rock am Ring die Zuschauer ins Schwitzen bringen.

Traum erfüllt: Motosushi bei „Rock am Ring“

Die Bochumer Band Motosushi.

Im Coca Cola Soundwave Tent frönten die Musiker allerdings nicht nur dem reinen Rock'n'Roll-Vergnügen, sondern mussten die Jury von ihrem Können überzeugen. Ob sich Motosushi einen der begehrten Auftritte bei einem der kommenden Sommer-Festivals angeln konnten, verriet Sängerin Donata im Interview mit RN-Mitarbeiterin Maren Volkmann.

Was uns alle natürlich brennend interessiert: Wie wars?

Donata: Es war absolut super und hat riesigen Spaß gemacht. Wir sind zwar leider nicht weiter gekommen, aber das hatten wir uns im Vorfeld schon gedacht. Von daher hält sich die Enttäuschung in Grenzen. Der Moment ist, der zählt.

Der Auftritt hat also darüber hinweg getröstet, dass ihr nicht gewonnen habt?

Donata: Ich habe unseren Auftritt absolut genossen. Obwohl wir am Samstag bereits als zweite Band gegen 13 Uhr gespielt haben, waren etwa 300 Zuschauer da, die applaudiert und mitgemacht haben. Die Bands, die später gespielt haben, mussten mit den großen Künstlern wie z.B. „Kate Nash“ konkurrieren – dementsprechend leer war es leider bei denen. Unsere Konkurrenz war lediglich eine Fisch- und Pommesbude, da das Hauptprogramm erst später begann.

Hattet ihr denn selbst auch die Möglichkeit, euch die richtigen Stars anzugucken?

Donata: Wir sind bereits am Freitag angereist, um auch andere Band mitzubekommen. Die Jungs haben sich natürlich „Metallica“ nicht entgehen lassen. Zusammen waren wir noch bei „Rage Against the Machine“. Als es anfing zu regnen, habe ich mir Roisin Murphy, die Frontfrau von „Moloko“, im Zelt angeschaut. Sie ist wirklich der Hammer und hat eine Wahnsinns-Stimme. Generell fehlt mir bei solch einem großen Festival jedoch der Bezug. Die Bands sind manchmal 300 Meter von einem entfernt und man sieht sie teilweise nur auf Leinwänden. Das ist alles so irreal.

Konntest du denn wenigstens hinter der Bühne einem der großen Künstler - sozusagen hautnah - die Hand schütteln?

Donata: Mir fehlt da leider das Opportunisten-Gen. Ich kann das einfach nicht. Ich glaube, ich werde rot dabei, wenn ich jemanden fragen würde, ob ich ihm die Hand schütteln darf.

Dann lieber an dem eigenen Ruhm feilen: Gibt es denn zu Rock am Ring überhaupt noch eine Steigerung?

Donata: (lacht) Im Prinzip kann man damit seine Karriere beenden. Wir werden natürlich durch diesen großen Auftritt versuchen, an weitere Gigs zu kommen und noch ein wenig auf der Welle mitzuschwimmen. Ich war nach dem Rock-am-Ring-Wochenende richtig platt, hatte dazu Heuschnupfen. Wir haben uns also kurz zurück gelehnt, aber jetzt geht es wieder in die Startlöcher. Heute wird wieder geprobt.

Was wird euer nächster Höhepunkt sein?

Donata: Am 3. Juli spielen wir um 21 Uhr im Rahmen von „Bochum Total“ im „Freibeuter“. Da freuen wir uns schon richtig drauf, denn „Bochum Total“ ist eine super Gelegenheit für Bochumer Bands, in Bochum zu spielen – außerdem ist das „Freibeuter“ meine absolute Lieblings- und Stammkneipe.

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