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Trend geht zur Urne

WITTEN Immer mehr Angehörige lassen ihre Verstorbenen in Urnen beisetzen und bevorzugen sogar ein anonymes Grab.

Trend geht zur Urne

Auch auf dem evangelischen Friedhof werden verstärkt Urnen-Beisetzungen gewünscht.

„Im Jahr 2000 lag der Urnenanteil noch bei 32 Prozent“, beschreibt Michael Rohde, Leiter des Betriebsamtes, die Situation in Witten. Denn aktuell liegt der Anteil der Urnenbestattung bei 51 Prozent.

Hingegen sind die Erdbestattungen von 68 Prozent (2000) auf 49 Prozent (2007) zurückgegangen. Der Trend sei demnach auch in Witten angekommen.

Grabpflege

Michael Rohde kann jedoch nur für die städtischen Friedhöfe sprechen, eben: Buchholz, Heven-Billerbeck, Annen, Steinhügel, Stockum und der Hauptfriedhof hinter dem Evangelischen Krankenhaus. 600 Bestattungen sind es im Jahr.

„Jeder hat ja die freie Wahl, ob er sich in einer Urne oder im Sarg beerdigt werden möchte“, betont der Betriebsamts-Leiter. Viele Angehörigen stellen sich die Frage nach den Kosten, wenn es um die Art der Bestattung gehe. Aber auch die Grabpflege und die damit verbundene Bequemlichkeit spielen eine entscheidende Rolle.

So werden 25 bis 30 Prozent der Urnenbestattungen werden sogar in einem anonymen Grab beerdigt.

„Für die Beisetzung müssen die Friedhofs-Mitarbeiter ein Loch ausheben, das dementsprechend groß sein muss“, erklärt Rohde. Die Kosten für eine Erdbeisetzung liegen bei 486 Euro, für die Urnenbestattung sind es nur 103 Euro.

Der Trend ist nicht nur erkennbar, sondern bei dem einen oder anderen auch nachvollziehbar. Es sind keine Veränderungen in Sicht.

„Die Satzung von 2003 bleibt weiter bestehen“, bekräftigt Michael Rohde.

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