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Turmkreuz der St. Franziskus-Kirche muss ausgebessert werden

INNENSTADT „Sind sie immer noch sicher, dass sie mit hoch wollen?“ fragt der Mann hinter mir höflich. „Klar“, sag ich, viel forscher als mir zumute ist, „ich habe keine Höhenangst.“

Turmkreuz der St. Franziskus-Kirche muss ausgebessert werden

Ein Blick auf dass steinerne Kreuz des Kirchenschiffes. Zur Baustelle hoch am Turm geht´s noch einige Meter weiter rauf.

Außer Kranfahrer Günter Stanzel und mir ist auch noch Dachdecker Olaf Günther mit an Bord. Genauer, im Korb einer LKW-Arbeitsbühne. Unter dem Gewicht dreier Menschen wackelt sie leicht. Auf Knopfdruck von Günter Stanzel setzt sie sich in Bewegung. Es geht hinauf. Direkt vor uns das mächtige Mauerwerk der katholischen St. Franziskus-Kirche. Ihr Turmkreuz muss ausgebessert werden. In 49 Meter Höhe.

Während der ersten zehn Meter genieße ich den Blick auf die Herbeder Straße, die sich immer weiter entfernt. Schon ist die Sicht frei über die Dächer bis in die Innenstadt. Ich sehe den Rathausturm, davor riesengroß Kaufland hinter den Eisenbahnschienen. Doch kaum haben wir die schützende Straßenschlucht hinter uns gelassen, wird´s windig, der Arbeitskorb wackelt wieder. In luftiger Höhe kommt das gar nicht gut. Mir wird mulmig. Mit zittriger Hand mache ich ein paar Fotos. „Na, geht´s noch?“, fragt der Mann hinter mir mitfühlend. Ich kann nur noch den Kopf schütteln, zu mehr reicht‘s nicht. „Das ging mir anfangs ganz genau so“, tröstet mich Olaf Günther. Es geht wieder hinab. Eigentlich wollte ich ja dem Dachdecker bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und fotografieren. Das erledigt jetzt Kranfahrer Günter Stanzel für mich. Ich bin ihm so dankbar. Unten empfängt mich Pfarrer Hans-Otto Schierbaum. „Ich war auch schon mal oben,“ verrät er, „als vor sechs Jahren Dachreparaturen anstanden.“

Diesmal war Sturm „Kyrill“ schuld, dass die imposante LKW-Arbeitsbühne der Firma Gardemann aus Dortmund geordert werden musste. Die Blei-Ummantelung des Turmkreuzes hatte sich gelöst und muss erneuert werden. Ein Fall für die Fachleute der Wittener Dachdecker-Firma Dürscheid. „Mein Kollege hat sich richtig gefreut, als der Auftrag reinkam“, sagt Tristan Huhn, der zusammen mit mir und Pfarrer Schierbaum in die Luft starrt. „Ist mal was anderes.“ Der Kollege ist jetzt in 49 Meter Höhe bei der Arbeit. Olaf Günther verpasst der erneuerten Blei-Ummantelung einen wetterfesten Anstrich. Das geht ganz schnell. In zehn Minuten sind er und Kranführer Günter Stanzel wieder auf festem Boden. 320 Euro pro Stunde „320 Euro kostet die Kranmiete pro Stunde“, sagt Pfarrer Schierbaum und guckt sich interessiert den alten Bleimantel des Turmkreuzes an, der an der Kirchenmauer anlehnt. Darin eingeritzt sind die Namen früherer Handwerker und Jahreszahlen. „Scheint wohl ein Handwerkerbrauch zu sein“, meine ich und vergesse dann Olaf Günther zu fragen, ob nicht auch er seinen Namen ins neue Blei verewigt hat. Kontrollieren kann´s vorerst keiner... 

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