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"Übel und schäbig"

WITTEN Er könnte in Freiheit sein. Stattdessen wanderte der 26-Jährige vom Offenen Vollzug erst mal wieder in den Knast. Wobei er noch Glück im Unglück hatte, weil der Vorsitzende Richter des Schöffengerichts, Bernd Grewer, die neue Strafe auf Bewährung aussetzte.

Eigentlich stimmte alles. Er hatte Arbeit gefunden und war vom Offenen Vollzug in Bielefeld näher an den Arbeitsplatz nach Castrop-Rauxel verlegt worden, doch mehrfache Verspätungen mit Bus und Bahn trübten das Verhältnis zum Chef. Ein fahrbarer Untersatz musste her, doch - woher nehmen, wenn nicht stehlen? So entschied sich der junge Mann für einen zwölf Jahre alten BMW 318, der im Internet für 6800 Euro angeboten wurde. Weil sein Schufa-Eintrag einen solchen Kauf nicht zuließ, überredete er eine junge und unbeholfene Frau, die er kurz zuvor kennen gelernt hatte, auf ihren Namen den Darlehensvertrag abzuschließen.

Lohnabrechnung gefälscht

Und damit das ganze auch seriös wirkte, fälschte er noch eine seiner Lohnabrechnungen und legte sie vor. Das Wittener Autohaus fackelte nicht lange und der junge Mann fuhr mit dem BMW vom Hof. Er konnte damals ja nicht ahnen, dass sowohl die Auto-Finanzierungsbank als auch der Vater der 20jährigen mit dem Vertrag nicht einverstanden waren und die Sache aufflog, noch bevor der 26-Jährige richtig Spaß an seinem Fahrzeug gehabt hatte - 350 Kilometer weit war er gerade mal damit gekommen. Das milde Urteil gab es für sein umfassendes Geständnis, das auch zeige, so Richter Bernd Grewer, dass der Angeklagte einen Schlussstrich ziehen und sich bessern wolle. Auch dass er sich die vorzeitige Haftentlassung selbst vermasselt hatte, sowie der Umstand, dass er sich in einer "Notlage" befunden hatte, warf der Richter in die positive Seite von Justitias Waagschale. Wohingegen Grewer ihm besonders übel nahm, dass er aus dem Offenen Vollzug heraus betrogen hatte: "Das ist das dämlichste und für uns das beleidigenste." Außerdem habe er die unerfahrene junge Frau in Teufels Küche gebracht: "Übel und menschlich schäbig." Ingrid Piela

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