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Bewährungsstrafe

Vater rastete in Wohnung der Tochter aus

WITTEN Spätestens nach diesem Gerichtsverfahren wird in der Familie des 52-jährigen Witteners nichts mehr zu kitten sein: Unter Tränen schilderte seine Tochter (26), wie sich ihr Vater an jenem Sonntagmorgen im April in ihrer Wohnung aufgeführt hat.

Vater rastete in Wohnung der Tochter aus

Das Urteil ist gefallen: Drei Jahre Haft gibt es für die beiden betrügerischen Anwälte.

Demnach war die junge Frau gegen fünf Uhr morgens wach geworden, weil sie Stimmen aus dem Flur vernommen hatte. Sie fand dort ihre vom Vater getrennt lebende Mutter, die in dieser Nacht bei der Tochter schlief, an der Wohnungstür in hitziger Diskussion mit ihrem angetrunkenen Vater vor. Dieser verlangte lautstark und in aggressivem Ton die Herausgabe seines schnurlosen Telefons – wobei offen blieb, warum sich dieses im Besitz seiner Frau befinden sollte. Die Tochter forderte ihren Vater zum Verlassen der Wohnung auf und drohte damit, die Polizei zu rufen, woraufhin der Mann sie als Schlampe bezeichnete und es zu einer ersten Rangelei zwischen beiden kam.

Zu einer zweiten Rangelei kam es, als der Mann dann tatsächlich gehen und dabei ein Päckchen Zigaretten einstecken wollte, das der Tochter gehörte. Diese forderte es zurück und versuchte ihrem Vater die Schachtel zu entreißen, worauf dieser ihr einen Faustschlag ins Gesicht versetzte. Dafür musste sich der bislang nicht vorbestrafte 52-Jährige am Mittwoch vor dem Schöffengericht verantworten. Er räumte ein, seine Tochter „geschubst“ und beleidigt zu haben, wollte von einem Faustschlag aber nichts wissen. Auch habe er geglaubt, die Zigaretten seien seine eigenen gewesen. Nicht nachvollziehbar erklären konnte er allerdings, wieso er morgens um fünf Uhr sein schnurloses Telefon in der Wohnung seiner Tochter suchte.

Das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Bernd Grewer hielt dem Angeklagten zugute, sich aufgrund der Beziehungskrise in einer Ausnahmesituation befunden zu haben, dies sei aber keine Entschuldigung für das Eindringen des Mannes in den geschützten Privatbereich der Tochter. Es verurteilte den 52-Jährigen schließlich zu einer Haftstrafe von zehn Monaten, die es auf zwei Jahre zur Bewährung aussetzte. Außerdem muss der Mann 1000 Euro Schmerzensgeld an seine Tochter zahlen.

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