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Vater verwahrte Drogen im Kühlschrank

WITTEN „Ich habe Müll gemacht und kriege jetzt einen auf den Deckel.“ Besser hätte es der drogenabhängige 37-jährige Angeklagte am Mittwoch im Amtsgericht nicht formulieren können. Ein Jahr und drei Monate auf Bewährung gabe es für konsumieren, verschenken und verkaufen von Drogen.

Vater verwahrte Drogen im Kühlschrank

Außer olivgrüner Pressmasse und weiß-gelblichem Pulver - Amphetaminen, Haschisch und Marihuana „in nicht geringer Menge“ - hatte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im März neben Feinwaagen auch eine Schuldenliste aus BTM-Geschäften sicher gestellt.

Dass der Vater von zwei neun und zehn Jahre alten Kindern seine Drogen in Plastiktüten im Kühlschrank aufbewahrt hatte, nahm ihm der Vorsitzende Richter Bernd Grewer besonders übel: „Sie haben Kinder, die sie brauchen.“ Da war Leugnen wohl zwecklos. Selber genutzt habe er die Drogen, so der Angeklagte, auch welche verschenkt. 25 Verkäufe räumte er ebenfalls ein.

Marihuana rauche er seit seinem zwölften Lebensjahr. „Speed“ habe er bis zu zehn Stück am Tag konsumiert. Da habe er aber nicht mehr arbeiten können. Dass er überhaupt Arbeit hat, wenn auch nur einen 400 Euro-Job bei einer Zeitarbeitsfirma hielt das Schöffengericht dem gelernten Schweißer zugute. Außerdem lebt er mit der Mutter seiner beiden Kinder zusammen, die „mit der Sache nichts zu tun hat“.

Sein Geständnis hielt ihm Richter Grewer zugute, außerdem, dass er aus Abhängigkeit gehandelt hat und keine maßgebliche Figur in der Wittener Drogenszene ist. Vier Jahre hat er jetzt Zeit, sich zu bewähren. Sollte ihm das nicht gelingen, weiß der Richter schon, was ihm blüht: „Dann sperre ich Sie ein.“

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