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Elektroautos

Verlassene Zapfsäulen

BOCHUM Neun Elektrotankstellen betreiben die Stadtwerke bereits in Bochum. Und die sind für Kunden komplett kostenlos. Was jetzt noch fehlt, sind Elektroautos.

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Stadtwerker Mike Holesch macht den Test: Die neue Stromladesäule funktioniert einwandfrei und versorgt einen Elektroroller des Bochumer Energieversorgers mit sauberer Energie.

Am Verwaltungsgebäude der Stadtwerke stehen zwei öffentliche Stromladesäulen allen Elektromobilnutzern zur Verfügung. Thomas Schönberg macht das Aufladen mit dem Karabag vor.

Eigentlich ist es ein verlockendes Angebot: Die Bochumer Stadtwerke verschenken ihren Strom, zumindest an den neun Stromtankstellen, die es mittlerweile in der Stadt gibt. Doch statt dem großen Ansturm herrscht dort meistens Kundenflaute. Es gibt einfach zu wenige Elektroautos in Bochum. „Nur zehn unserer Kunden besitzen ein Elektroauto und nutzen den Service“, erklärt Thomas Schönberg, Pressesprecher der Stadtwerke.

Der Grund: „Die Autos sind einfach noch viel zu teuer.“ Die Elektro-Fahrer, die heute schon den Stadtwerke-Strom anzapfen seien hauptsächlich Idealisten. „Die sind auch schon vor fünf Jahren damit durch die Gegend gefahren“, weiß Schönberg. Trotz eines scheinbar wachsenden Marktes – der große Elektro-Boom sei bislang ausgeblieben, sagt der Stadtwerke-Sprecher. „Die Autos, die im Moment auf dem Markt sind, sind einfach noch viel zu teuer für den normalen Kunden.“ Das zeige sich auch daran, dass nur zwei bis drei Serienfahrzeuge in Bochum ihre Runden drehen. Schönberg sieht jetzt die Autohersteller in der Pflicht: „Der Druck auf die Hersteller muss jetzt größer werden, denn das, was im Moment auf dem Markt ist, ist schon finanziell kaum alltagstauglich.“

Auch, wenn der Markt für E-Autos noch einen Gang hoch schalten kann, setzten die Stadtwerke weiter auf dieses Mobilitätskonzept. Schon jetzt arbeitet man mit der Hochschule Bochum an gemeinsamen Projekten zum Thema E-Mobilität und auch das Netz der Stromzapfsäulen soll schon in diesem Jahr weiter ausgebaut werden. 15 Säulen sollen es Ende des Jahres sein. „Im Idealfall wäre in fünf Jahren der Großteil der Zweitautos, die nur für den Stadtbereich gedacht sind, durch Elektroautos ersetzt“, wünscht sich Schönberg. Auch Firmenflotten von mittelständischen Unternehmen oder Handwerker könnte sich der Stadtwerke-Sprecher abgasfrei vorstellen. Bei den Stadtwerken selbst sind derzeit fünf E-Autos im Einsatz.

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