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Zukunftspläne

Viele Wittener Abiturienten zieht es ins Ausland

WITTEN Die Abiturprüfungen sind geschrieben, die Festgarderobe für den Abiball ist bereitgelegt. Das Abi ist in der Tasche, doch was nun? Diese Frage stellen sich im Moment viele Abiturienten, für die sich nun die Weichen für die Zukunft stellen. Schüler des Ruhr- und des Albert-Martöller-Gymnasiums erzählen von ihren Plänen.

Viele Wittener Abiturienten zieht es ins Ausland

Viele Abiturienten zieht es nach dem Lernstress in die Ferne.

Corinna Joschionek, Schülerin des Ruhr-Gymnasiums (RGW), möchte erst einmal ihre freie Zeit genießen. „Ich gehe nach dem Abi für sechs Monate als Au-pair nach Brasilien. Danach vielleicht noch nach Indien als Entwicklungshelferin.“ Bevor Corinna aber den Kontinent verlässt, reist sie mit ihren Freunden für drei Wochen durch Europa. Angst den Kontakt zu den alten Freunden zu verlieren, hat sie nicht. „Die Leute, die man sehen will, die sieht man auch weiterhin“, ist sie überzeugt.

Corinna freut sich, dass das Lernen für die Prüfung nun vorbei ist. Obwohl sie zugibt, dass es nicht so schlimm war, wie sie es erwartet hatte: „Im Vorfeld wurde doch mehr Panik gemacht.“ Nach ihrem Auslandsaufenthalt plant sie, Zahnmedizin zu studieren. Auch für Sarah Linde vom RGW geht es zuerst ins Ausland, bevor sie beginnt, Mode- und Design-Management in Düsseldorf zu studieren. Sie reist nach dem Abitur für zwei Monate nach New York, um dort ein Praktikum in einem Vintage-Modeladen zu absolvieren.

„Ich bin froh, endlich mit der Schule fertig zu sein“, gesteht Sarah. „Obwohl es komisch ist, keinen richtigen Tagesrhythmus mehr zu haben.“ Sie könnte sich allerdings nicht vorstellen, für längere Zeit ins Ausland zu gehen. „Nächstes Jahr kommt der Doppeljahrgang, deswegen möchte ich so schnell wie möglich anfangen zu studieren.“ Thilo Strehl vom Albert-Martmöller-Gymnasium sieht das alles entspannter. „Ich feiere erst einmal, dass ich mein Abi bestanden habe. Danach fahre ich mit ein paar Freunden nach Frankreich.“

Thilo hofft, dass er einen Studienplatz bekommt, doch angesichts der Noten, die man momentan zum Zugang zu bestimmten Studienplätzen benötigt, zweifelt er daran. „Am liebsten würde ich BWL studieren, weil mich das Wirtschaftswesen interessiert. Wenn das nicht klappt, mache ich zuerst eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf.“ Doch erstmal würde auch er gerne ins Ausland gehen, um neue Erfahrungen zu sammeln. „Was mich reizen würde, wäre ein Jahr durch Australien zu reisen und dort zu arbeiten.“ Davor plant Thilo, seinen Führerschein zu machen und die Zeit ohne Prüfungsstress und Lerndruck auszukosten.

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