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Jubiläum im Oktober

Volkshochschule Bochum "feiert" 70. Geburtstag

BOCHUM Bildung für alle. Den Blick stets auf aktuelle Themen gerichtet. Dafür steht die Volkshochschule (VHS) Bochum nun bereits seit 70 Jahren. Dennoch hat man sich dagegen entschieden, groß zu feiern.

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Petra Jahn, stellvertretende VHS-Verwaltungsleiterin, und VHS-Direktor Thomas Ratenhof freuen sich über das Jubiläum der VHS. Dennoch hat man sich dazu entschieden, nicht wie in den Jahren zuvor zu feiern, sondern den Blick auf die Zukunft zu werfen.

Programmhefte der VHS Bochum aus der Vergangenheit - sie könnten verschiedener nicht sein.

„Wir sehen das als Ansporn, weiterhin gute Arbeit in Bochum zu leisten“, sagt Thomas Ratenhof (Foto), Direktor der VHS Bochum. Trotzdem erinnert man in der VHS mit Postern an das Jubiläum – und auch auf dem aktuellen Programm. Denn auf diesem findet sich, anstatt eines Bildes aus der Stadt wie es heute typisch ist, das Cover des ersten „Programmheftes“.

Am Anfang alleine

Mit nur einem Mitarbeiter, Friedrich Oskar Schöfer, und einem Raum im alten Rathaus hat alles am 16. Oktober 1946 begonnen. Damals, in der ersten Anlaufphase, sogar offiziell noch ohne Direktor. Erst ein Jahr später wurde Schöfer offiziell zum Leiter der heutigen VHS ernannt. Fünf weitere Direktoren sollten Schöfer in den kommenden 70 Jahren folgen. „Das sind, für 70 Jahre, eigentlich wenig“, sagt Ratenhof. Er ist seit 2010 im Amt.

Das erste Semester startete am 22. November 1946: mit 47 Kursen, an denen 1772 Bürger teilnahmen. Als Vergleich: Aktuell bietet die VHS rund 1000 Veranstaltungen an und pro Jahr werden etwa 32 000 Teilnahmen verzeichnet. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagt Ratenhof, während er auf Programmhefte aus den vergangenen 70 Jahren blickt. Und diese könnten verschiedener nicht sein.

Immer "offen für alle"

Schlicht, klein und sehr handlich waren beispielsweise die Hefte aus den 50er- bis 70er-Jahren. Bunt und mit vielen Zeichnungen versehen die aus den 80er- und 90er-Jahren. Bis auf das Programm, das sich schon in den Anfangsphasen oft mit Themen wie der Politik, der Kunst, der Kultur und mit Sprachen beschäftigte, hatten diese optisch aber wenig gemeinsam. „Noch nicht einmal das Logo“, sagt Ratenhof.

Erst in den 2000er-Jahren versuchte man ein gleichbleibendes Design zu entwickeln. Seit dem Jahr 2009 sei dies gelungen, sagt Ratenhof. Seitdem nutze man das heute bekannte Logo der VHS, die preußisch-blaue Färbung und ein Foto, das etwas aus Bochum zeige.

Vieles mag sich seit den Anfängen geändert haben. Seien es die Schwerpunkte, die Räumlichkeiten oder auch das Design der Programmhefte. Eines habe sich aber bis heute nicht geändert, sagt Ratenhof. Noch immer wolle man Bürgern, egal wie alt sie sind und welchen Abschluss sie besitzen, die Möglichkeit auf Bildung bieten. Deshalb war, ist und wird man immer „offen für alle“ sein. 

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