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Volkstrauertag mit europäischem Programm

BOCHUM Den Volkstrauertag "für das europäische Volk zu öffnen" - das ist das Ziel von Thomas Wessel, Pfarrer der Christuskirche, Bochums Kirche der Kulturen.

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Omid Pour Yousef

Reimen und Rappen für den Weltfrieden: Die jungen Musiker des Wattenscheider Projekts X-Vision treten am Volkstrauertag auf.

 "Dieser besondere Tag - der einzige Gedenktag mit einem Gefühl im Namen - soll seine Chance bekommen, die prekäre Tradition des rein nationalen Kollektivs zu überwinden." Seinen Worten lässt Wessel gemeinsam mit

(Foto l.) vom Büro des Platzes des europäischen Versprechens am nächsten Sonntag, 16. November, Taten folgen: Nach der Premiere im vergangenen Jahr laden sie jetzt zum zweiten Mal zum "Europäischen Volkstrauertag" in die Christuskirche ein.

"Dieser Tag verdichtet die Geschichte Europas", so der Pfarrer. "Deshalb sollten wir darum trauern, was sich Europa angetan hat - und sich antut."

Der Fokus des "Europäischen Volkstrauertags" ist diesmal auf den Iran gerichtet. Denn, so Wessel: "Die Idee Europa ist grenzenlos, sie reicht zurück in die Lager der Tränen des NS-Regimes und voraus in die Lager des Irans, hinein in die Gefängnisse Teherans und dahin, wo die Todesstrafe darauf steht, europäische Ideen zu denken. Wo Schwule gehenkt, wo Frauen gesteinigt und wo Bücher verboten werden."

Aus dem Iran stammt Musiker und Sänger Omid Pour Yousefi (Foto r.) alias Dr. Hope. 1986 kam der heute 36-Jährige als Flüchtling nach Deutschland. Vor zwei Jahren gründete Yousefi mit weiteren Exil-Iranern die mit dem Creole-Weltmusikpreis ausgezeichnete Band Tapesh 2012. Die Truppe thematisiert mit großem internationalen Erfolg die politischen Missstände und Menschenrechtsverletzungen im Iran. Selbst durch Morddrohungen lassen sich die Tapesh-Mitglieder nicht von ihrem Kurs abbringen. Ihr Ziel: Bis spätestens 2012 ein Konzert auf iranischem Boden zu spielen.

Am Sonntag treten Tapesh 2012 in der Christuskirche auf. Und bekommen dabei Unterstützung von jungen Bochumer Rappern: Yousefi betreut seit einem Jahr in Wattenscheid das mit öffentlichen Mitteln finanzierte Projekt X-Vision, bringt in den Räumen des früheren Gesundheitsamts 40 Teenagern das Reimen und Rappen, Tanzen und Trommeln bei. Und diskutiert mit ihnen über die Probleme in der Welt.

Navdar ist einer der Nachwuchs-Rapper. Eine Botschaft, die der 13-Jährige am "Europäischen Volkstrauertag" in der Christuskirche herüberbringen möchte: "Leider tut längst noch nicht jeder etwas - gegen Armut, gegen Rassismus und für den Frieden."

 

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