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Rat beschließt Etat für Vreden

36.000 Euro für vier Projekte zusätzlich im Haushalt

Vreden Ein schöneres Umfeld für das Kult, mehr bezahlbarer Wohnraum, eine Rollstuhlschaukel oder mehr Geld für Wirtschaftswege: Bei der Beratung über den Haushalt durften die Fraktionen noch einmal Wünsche äußern.

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Das Umfeld des Kult soll schöner werden.

Foto: Victoria Thünte

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Ein Konzept soll helfen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Foto: dpa

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Eine Rollstuhlschaukel ist für den Stadtpark geplant.

Foto: Dieter Menne

Die Eckdaten des Haushalts 2018 sind schon länger bekannt: Erträgen in Höhe von rund 40,9 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von rund 48,6 Millionen Euro gegenüber. Im Gesamtergebnis steht ein Defizit von rund 7,5 Millionen Euro. Das liegt vor allem daran, dass Kämmerer Jürgen Buckting für 2018 mit 5 Millionen Euro weniger Gerwerbesteuereinnahmen rechnet (Münsterland Zeitung berichtete). In der Ratssitzung hatten die Fraktionen jetzt die Möglichkeit, letzte Anträge für den Haushalt zu stellen. Vier Projekte für insgesamt 36.000 Euro wurden noch nachgetragen.

Das Umfeld des Kults soll ansprechender gestaltet werden. 10.000 Euro wurden dafür auf Antrag der CDU in den Haushalt eingesetzt. „Wir freuen uns, dass die Akzeptanz sowohl der Vredener als auch der großen Zahl der Auswärtigen als sehr positiv beurteilt werden kann. Was das Umfeld betrifft, gibt Vreden allerdings zurzeit keine gute Visitenkarte ab“, sagte Heinz Gewering (CDU) über das Kult. Vor allem der Zugang über den Butenwall soll möglichst zeitnah optisch verbessert werden.

Ein Konzept zum Thema bezahlbarer Wohnraum in Vreden hat die SPD beantragt. „Wohnraum ist rar und teuer, auch in Vreden“, sagte Reinhard Laurich (SPD). Diesen Antrag konnten auch die anderen Fraktionen unterstützen und so wurden 10.000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt.

Zwei Anträge zum Thema Inklusion stellten die Grünen. Auf dem Spielplatz im Stadtpark soll eine Rollstuhlschaukel errichtet werden. Kostenansatz: 11.000 Euro. In einem öffentlich zugänglichen Raum, eventuell im Kult, soll ein Wickeltisch für größere behinderte Kinder und behinderte Erwachsenen zur Verfügung gestellt werden. 5000 Euro haben die Grünen dafür angesetzt. Beide Projekte fanden die Zustimmung der anderen Fraktionen.

Ein Antrag der Grünen auf ein Feuchtbiotop im Stadtpark für 5000 Euro wurde abgelehnt. Die anderen Fraktionen hielten den Park nicht für den geeigneten Standort. Man wolle aber über ein Feuchtbiotop an einem anderen Ort nachdenken.

Das schwebende Dach für den Domhof war der FDP ein Dorn im Auge. Das Projekt ist im Integrierten Handlungskonzept (ISEK) vorgesehen, allerdings noch nicht beschlossen. Die 50.000 Euro sollten aus Sicht der FDP trotzdem besser in die Sanierung der Wirtschaftswege investiert werden. Dass das schwebende Dach keine tolle Idee ist, da waren sich alle Fraktionen einig. Dennoch wurde der Antrag abgelehnt. Man wolle sich nicht vorfestlegen, argumentierte Heinz Gewering für die CDU.

Ein Gutachten zur Entwicklung der Schullandschaft wollte die UWG erstellen lassen. 10.000 Euro sollten dafür in den Haushalt eingesetzt werden. Bei der Diskussion um eine mögliche Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule im vergangenen Jahr sei „deutlich geworden, dass ein Defizit an objektiven Handlungsempfehlungen zur Zukunft der Vredener Schullandschaft als Ganzes besteht“, sagte Elmar Kampshoff (UWG). Dieser Punkt war ihm so wichtig, dass er seine Zustimmung zum Haushalt davon abhängig machten. Die CDU als Mehrheitsfraktion lehnte den Antrag jedoch ab und somit stimmte Elmar Kampshoff für die UWG gegen den Haushalt. Da alle anderen Fraktionen jedoch dafür stimmten, wurde der Haushalt dennoch beschlossen.

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