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Auf Nimmerwiedersehen...

Auf Nimmerwiedersehen...

<p>In die Thematik der "Beschneidung" von Mädchen und Frauen in den Ländern der so genannten "Dritten Welt" führt eine Fotoausstellung im Rathaus ein. Winter-Weckenbrock</p>

Vreden Das Mädchen schaut ernst in die Kamera. Die Betrachter des Fotos erkennen Entschlossenheit in dem Blick der jungen Afrikanerin - Entschlossenheit, mit der Tradition zu brechen? Mit der Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen beschäftigt sich die Fotoausstellung mit dem Titel "Adieu l'Excsision! Auf Nimmerwiedersehen, Beschneidung", die am Donnerstag im Foyer des Rathauses eröffnet wurde. Verharmlosend Beschneidung genannt werde diese weit verbreitete "Tradition", die von keiner Weltreligion vorgeschrieben ist, wie Walter Gehling zur Eröffnung betonte. Die Gründe für diese Praxis beruhten auf vorchristlichen und vorislamischen Traditionen.

"Menschenrecht für Frauen" - unter diesem Titel stünden die Herbstveranstaltungen des Eine Welt-Kreises, führte der Vorsitzende weiter aus. Weltweit, so Gehling, würden 150 Millionen Mädchen und Frauen an ihren Genitalien verstümmelt. Jährlich kämen drei Millionen hinzu. In Deutschland sollen schätzungsweise 35 000 Einwanderinnen mit diesem Problem leben. Der Eine Welt- Kreis wolle mit dieser Ausstellung den Blick für die Probleme in der so genannten Dritten Welt schärfen.

Die Fotoausstellung selbst weist nicht nur auf das Problem, sondern macht Hoffnung. Die Fotos zeigen unter anderem Szenen eines Volksfestes, das in Nord-Benin aus Anlass des Bruchs mit der Tradition der Beschneidung gefeiert wurde. Wesentlichen Anteil daran hat der deutsche Verein (I)NTACT - Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen. Auf Initiative von I(N)TACT wurde die Fotoausstellung konzipiert. Eindringliche oder auch fröhliche Fotos und Fotostrecken, mit kurzen erklärenden Texten unterlegt, führen in die Thematik ein.

Passend ausgewählte Musikstücke, einfühlsam vorgetragen von der Musikgruppe um Petra Schmitt, begleiteten die Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 30. November zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen ist. ewa

Am Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr, zeigt die Filmemacherin Ulrike Sülzle ihren Film "Maimounna", den sie in Benin zum gleichen Thema gedreht hat, im Rathaus.

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