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Autor macht betroffen

Vreden Eine spannende und bewegende Lesung mit Jugendbuchautor Klaus Kordon erlebten jetzt die Siebtklässler des Gymnasiums Georgianum.

Autor macht betroffen

<p>Jugendbuchautor Klaus Kordon bewegte die Schülerinnen und Schüler bei seiner Lesung. Anschließend gab er Einbblicke in seine Arbeits- und Denkweise. Rolvering</p>

"Wir freuen uns, dass wir mit Klaus Kordon einen der bekanntesten und bedeutensten Jugendbuchautoren für unsere Lesung gewinnen konnte", hieß Büchereileiter Michael Schürmann am Dienstag den Gast willkommen. Der sympathische Autor stellte den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7 seinen Roman "Fünf Finger hat die Hand", den Nachfolgeband von "1848 - Die Geschichte von Jette und Frieder" vor. Ein dritter Band sei noch in Bearbeitung.

Schauerliches Sterben

Zunächst erklärte Klaus Kordon den Gymnasiasten die geschichtlichen Hintergründe zu seinem Buch, das zur Zeit des deutsch-französischen Krieges 1870/1871 spielt. Die Kinder von Jette und Frieder - der 19-jährige August, Tochter Rieke und der neunjährige Jakob - erleben die Kriegszeit in Berlin. August wird Soldat und zieht "nass, müde und hungrig die unendliche Straße entlang" in die Schlacht um Paris. Dort erfährt er, dass "das Leben des einzelnen Soldaten nicht zählt" und "Mann gegen Mann gekämpft wird" mit "schauerlichem Stöhnen und Sterben bei Deutschen und Franzosen".

"Geschichte kann man nur begreifen, wenn man sie in einem Buch hautnah miterleben kann", betonte Klaus Kordon. Die Schülerinnen und Schüler hatten nach seiner Lesung rote Wangen und betroffene Gesichter aufgrund der detailgetreuen, spannenden und bewegenden Szenen. "Ich habe heute nur die Kapitel ausgewählt, die sich mit dem Krieg befassen. Es gibt im Buch aber auch Szenen über die man lachen kann", beschrieb der Autor seinen Roman. Seit 30 Jahren schreibt er Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und verbindet sie meist mit einem geschichtlichen Hintergrund.

Die Ideen kämen auf ihn zu, er versuche vergangene Zeiten lebendig zu machen und recherchiere dafür sehr umfangreich, erläuterte Kordon in der Fragerunde.

Bücher sind wie Kinder

"Alle meine rund 60 Bücher sind meine Kinder, ich hätte Angst, wenn ich eines hervorheben würde, dann würde ich die anderen beleidigen", meinte Klaus Kordon schmunzelnd und erklärte, dass er in jedem Buch das aufzeige, was ihn bewege.

Nachdem ein Buch fertig sei, habe er schon wieder sein nächstes Werk im Kopf und würde dann nach dem ersten Satz suchen, denn der spiele immer eine große Rolle. Ob das Buch dem Leser gefalle, habe mit dem Anfang zu tun. Anne Rolvering

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