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Bittbriefe aus dem Wigbold Ottenstein

Vreden Jede Menge Lesestoff für Heimatinteressierte und -forscher sowie solche, die es werden möchten, bietet auch der dritte Band "Studien zur Geschichte des Westmünsterlandes", der jetzt als 74. Beitrag des Heimatvereins Vreden zur Landes- und Volkskunde erschienen ist. Die Historiker Diethard Aschoff aus Münster sowie Dr. Hermann Terhalle und Dr. Volker Tschuschke aus Vreden haben Beiträge für die Aufsatzsammlung verfasst, die den Blick erneut über den Tellerrand Vredens hinaus ins Westmünsterland richtet.

Wer war Burgherr?

Dass die Ottensteiner ihrer Burg sehr verbunden sind, zeigt sich nicht zuletzt an der Namensgebung des ehemaligen Wigbolds zur Karnevalszeit: Dann ist Ottenstein die "Feste", und die "Burggeister" haben das närrische Sagen. Aber wer hat die Burg erbaut? Dies erfahren die Leser im Beitrag Tschuschkes, der Ottenstein von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters beleuchtet hat. Auf die Zeit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert hat Hermann Terhalle sein Augenmerk gelegt. Der umfassende geschichtlichen Abriss wird ergänzt durch bisher Unveröffentlichtes. Bei ihrer Recherche stießen die Historiker zum Beispiel auf Gnadengesuche für den Wigbold Ottenstein aus dem Jahr 1629, die im Original-Wortlaut abgedruckt sind.

Hafer und Kartoffeln

Wann waren die Fürstbischöfe in Ahaus zugegen? Antwort auf diese Frage geben die Rechnungsbücher - und zwar in Bezug auf den Hafer, der für die Pferde des Hofstaats eingekauft werden musste, wie Hermann Terhalle herausfand. Die Frage: "Wann kam die Kartoffel nach Vreden" beantwortet Volker Tschuschke in einem Aufsatz, des Weiteren hat sich der Vredener Historiker erfolgreich auf die Suche nach frühen Nachweisen zu Schützengesellschaften in Ahaus, Ottenstein, Schöppingen, Stadtlohn und Vreden gemacht.

Diethard Aschoff, ausgewiesener Experte für die Geschüchte der Juden in Westfalen, hat in einem Beitrag die Geschichte der Juden von 1550 bis 1803 in der Herrschaft Gemen aufgearbeitet, Hermann Terhalle ergänzt den Themenkomplex mit einem Aufsatz über christliche Taufen von Jugend in Vreden im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. ewa

Das Buch ist zum Preis von 14 Euro im Hamalandmuseum Vreden sowie in der Buchhandlung Schaten in Vreden und Ahaus erhältlich.

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