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"Das verträgt sich nicht"

Vreden "Es ist einstimmige Meinung der CDU-Fraktion, dass sich der Baukörper nicht einpasst", erkärte Fraktionschef Heinz Gewering. Von Anfang an hätten die Christdemokraten gesagt "Das verträgt sich nicht". Nach der Abstimmung stand es dann fest: Eine offene Reithalle an der Hünenburg wird abgelehnt.

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Wie mehrfach berichtet, wollte eine private Investorin an ihrem Wohnhaus eine Reitanlage errichten, auf der auch das Therapeutische Reiten der Felicitas-Förderschüler stattfinden könne.

Stadtverwaltung und CDU stehen diesen Plänen ablehnend gegenüber: Aus städtebaulichen Gründen sei eine solche offene Reithalle nicht mit der Wohnbebauung und der Freiraumnutzung an der Hünenburg verträglich. Ihnen sei bewusst, dass Ermessensspielraum vorhanden sei, gab Heinz Gewering (Foto, CDU) die Sicht seiner Fraktion wieder: "Aber es ist schwieriger mit Bauplanungsrecht zu argumentieren als unter sozialen Aspekten." Therapeutisches Reiten sei erwünscht, möglichst auch in Vreden - so erging der Auftrag an die Verwaltung, einen geeigneten Standort dafür zu suchen.

"Worte ohne Inhalt"

Mit der Argumentation der CDU hatte die Opposition so ihre Schwierigkeiten. "Städtebauliche Gründe, das sind doch nur Worte, die nicht mit Inhalt gefüllt wurden", hielt Helma Benke (Grüne) der CDU vor. "Uns ist kein wirklich griffiges Argument dagegen eingefallen", teilte Elmar Kampshoff das Ergebnis der Diskussion in der UWG mit. "Der städtebauliche Aspekt ist Ihnen wichtiger als das Wohl der Kinder", kommentierte er die Haltung der CDU. Gerd Welper (Grüne) ärgerte sich über "das Schlusswort" Gewerings. Er warf der CDU "Rum- eierei" vor und wunderte sich, wie nach der ersten Behandlung im nicht-öffentlichen Teil des Bauausschusses zur nächsten (öffentlichen) Sitzung schon Unterschriftenlisten gegen die Reitanlage vorliegen konnten.

Reinhard Laurich (Foto, SPD) blickte ebenfalls zurück: Er erinnerte an den Wortlaut "positiv begleiten" bei der ersten Behandlung des Antrags im Bauausschuss: "Entweder ist Herrn Hartmann eine grandiose Fehleinschätzung unterlaufen oder jemand hat da Einfluss genommen." In der Tat sei es eine Fehleinschätzung gewesen, die Realisierung der Halle sei nach § 34 möglich, räumte Fachbereichsleiter Joachim Hartmann ein. Erst nach einem Gespräch mit dem Kreis sei klar geworden, dass für ein solches Vorhaben eine Bauleitplanung nötig sei.

Geheime Abstimmung

Unvereinbar standen sich die Haltungen der Kommunalpolitiker am Ende gegenüber, die CDU beschloss letztlich den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, mit dem weitere Wohnbebauung an der Hünenburg ermöglicht werden soll.

"Das ist Demokratie" - mit diesen Worten schloss Bürgermeister Hermann Pennekamp die Diskussion vor der Auszählung der Stimmen - die UWG hatte zuvor geheime Abstimmung beantragt. ewa

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