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Durch Stadt und Land

Vreden Als der Bus auf der Brücke an "Bengforts Funder" hält, bricht die Novembersonne kurz durch und rückt die Berkelaue ins rechte Licht. Ursprünglich ist die Flusslandschaft hier. Wieder - wie die Delegation "Ländlicher Raum" von Bürgermeister Hermann Pennekamp erfährt.

Durch Stadt und Land

<p>Beim Stopp an der Berkelbrücke der Umgehungsstraße erhielt Bürgermeister Hermann Pennekamp (3. v. r.) eine Urkunde für seine 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit für die Flurbereinigung. Es gratulierten (v. l.) Hermann Josef Isreal (Flurbereininungsbehörde der Bezirkksregierung Münster), Dr. Ralf Paeschke (Staatssekretär Niedersachsen), Anton Holz (Vizepräsident Landwirtschaftskammer NRW), Gerritje Verburg (Landwirtschaftsministerin Niederlande), Echkard Uhlenberg (NRW-Landwirtschaftsminister), Dr. Peter Paziorek (Regierungspräsident Münster) und Thomas Bücking (Flurbereinigungsbehörde Münster). Winter-Weckenbrock</p>

Praktisch als "Fremdenführer" durch die per Bodenordnung strukturierte Landschaft Vredens fungiert Pennekamp am Dienstagmorgen, die Besuchergruppe ist dienstlich vor Ort: Sie besteht aus Entscheidungsträgern und Mitarbeitern aus nordrhein-westfälischen, niedersächsischen und niederländischen Behörden, an ihrer Spitze NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg und die niederländische Landwirtschaftsministerin Gerritje Verburg.

Entwicklung dargestellt

"Die Entwicklung des landwirtschaftlichen Raumes - kommunale Entwicklung am Beispiel der Stadt Vreden" ist die Stadt- und Land-Rundfahrt überschrieben. Der Bürgermeister, seit 40 Jahren ehrenamtlich für die Flurbereinigung in Vreden im Einsatz, erzählt "aus dem Eff-Eff": Dass die Landwirte Ersatzflächen für ihre Grundstücke an der Berkel erhalten haben, dass das Unternehmen Schmitz Cargobull expandiere und man zurzeit dabei sei, eine Lösung für einen weiteren Übergabeplatz zu finden ("Die ersten Entwürfe liegen in Münster, Herr Paziorek..."), und auch die Ringstraße, auf der man gerade fahre, sei im Zuge der Flurbereinigung geplant worden. An der Grundschule Großemast spricht Pennekamp die Auswirkungen des demographischen Wandels auf Stadt- und Landschaftsplanung an: Das Gebäude solle nach Schließung der Schule abgebrochen, die Fläche der Natur oder Landwirtschaft überlassen werden.

Vor Ort belasten?

Diesen Ansatz, so wendete sich der Bürgermeister an den Minister, würde er gern auch an anderer Stelle sehen: Er wünsche sich, dass es ländlichen Kommunen möglich gemacht werde, ihren ökologischen Ausgleich für Bau- und Planungstätigkeiten zum Beispiel auf Brachen in Ballungsräumen zu realisieren: "Die Ausgleichszahlungen würde ich gerne nach Duisburg überweisen und nicht den Landwirt vor Ort belasten", formulierte Pennekamp plakativ. ewa

Kreisseite, Wirtschaft

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