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UWG-Antrag zu Vorfällen auf dem Hof Röring

Echo im Ausschuss fällt knapp aus

Vreden Die Verwaltung hatte keine zusätzlichen Informationen über die Medien hinaus, die Politik sah in ihrer großen Mehrheit keine Veranlassung für eine inhaltliche Positionierung der Stadt: Weitgehend erfolglos blieb die UWG im Bauausschuss mit ihrem Antrag zu den Vorfällen auf dem Hof Röring in Ellewick.

Echo im Ausschuss fällt knapp aus

Johannes Röring bei seinen Schweinen.

Dort hatten Tierschützer heimlich Aufnahmen gemacht und die Haltungsbedingungen kritisiert. Johannes Röring hatte dies zurückgewiesen (Münsterland Zeitung berichtete mehrfach).

Stellungnahme gefordert

Die UWG hatte das zum Anlass genommen, einen Antrag zu stellen: Sie forderte Unterrichtung durch die Verwaltung und eine Stellungnahme durch den Ausschuss. UWG-Fraktionsvorsitzender Elmar Kampshoff erklärte, dass es nicht darum gehe eine ganze Branche oder Johannes Röring "an den Pranger zu nageln". Dennoch werde kein gutes Licht auf Vreden geworfen. Es spreche nichts dagegen, Verletzungen der Fürsorgepflicht in der Tierhaltung grundsätzlich zu verurteilen.

Jeder Landwirt ist für sich gefordert

Kranke Tiere seien zu separieren, erklärte Josef Wißing (Grüne). Heinrich Wildenhues (CDU) wies auf die Aufsicht durch das Veterinäramt des Kreises Borken hin. "Wir sollten uns darauf verlassen, dass die Kontrollen vernünftig durchgeführt werden", sagte er. Was die Haltungsbedingungen angeht, sei jeder Landwirt für sich gefordert.

Der Kreis Borken gelte überregional als Negativbeispiel, erklärte Hans Terwort (Grüne). Die Landwirtschaft werde hier so intensiv betrieben, dass sie mit der Natur nicht vereinbar sei.

Hermann Geesink (CDU) übte deutliche Kritik an der Vorgehensweise der Tierschützer. Es sei kriminell, in einen Stall einzubrechen, um so die Aufnahmen machen zu können: "Das kann es nicht sein."

Frage nach Kontrollen

Elmar Kampshoff entgegnete darauf: "Ich will einen Einbruch nicht schönreden." Aber es sei die Frage, ob die vorhandenen Gesetze ausreichten. Das nahm der Ausschussvorsitzende zum Anlass für eine Gegenfrage an Kampshoff. Er wollte von ihm wissen, ob er glaube, dass der Kreis nicht richtig kontrolliere. Elmar Kampshoff wich der Antwort nicht aus: "Das möchte ich zumindest mit einem Fragezeichen versehen."

Die Verwaltung selbst hatte sich zu dem Thema zurückhaltend gegeben. Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch hatte zu Beginn erklärt, dass er in dieser Frage keine Zuständigkeit der Stadt in Gestalt des Bauausschusses sehe: "Ich tue mich da schwer." Die Stadt habe keine Kenntnisse zu den Sachverhalten über das hinaus, was in den Medien berichtet worden war. Der Politik stehe es sicher frei, sich zu allem zu positionieren. Christoph Holtwisch: "Aus meiner Sicht ist es aber fernliegend anzunehmen, dass der Ruf der Stadt als solcher jetzt beschädigt worden wäre."

 

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