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Neuer Test mit Einwegbechern auf Vredener Kirmes

Einwegbecher an allen drei Kirmestagen

Vreden Im vergangenen Jahr gab es zum ersten Mal Einwegbecher auf der Vredener Kirmes. Nach dem eintägigen Test zogen die Stadt und die Wirte ein positives Fazit und wollen den Test nun ausweiten.

Einwegbecher an allen drei Kirmestagen

„Ein Weg“ – bei dem sich nur noch zeigen muss, ob es der richtige ist.

Auf der Kirmes 2018 werden die Besucher an allen drei Tagen das Bier, die Cola oder das Wasser aus Einwegbechern trinken. Der Rat hat am Donnerstagabend einen dreitägigen Test mit den weichen Plastikbechern beschlossen. Allerdings nicht einstimmig. Die FDP, UWG und die Grünen waren gegen einen erneuten Einsatz der Einwegbecher, CDU und SPD stimmten dafür.

Aber von vorne: Seit Jahren wird über die Trinkgefäße auf der Vredener Kirmes diskutiert. Früher gab es Gläser, dann stiegen die Wirte wegen der Verletzungsgefahr auf harte Kunststoffbecher um. Die Becher wurden mehrfach verwendet, Pfand gab es nicht. Im vergangenen Jahr dann gab es auf Antrag der Wirte zum ersten Mal Einwegbecher auf der Kirmes – zunächst als Test nur am Samstag. Der Hauptgrund: Hygiene. „Praktische Erfahrungen zeigen, dass die Mehrwegbecher oft in teilweise schmutzigem und vor allem kaltem Wasser gereinigt werden“, schreiben die Wirte in ihrem diesjährigen Antrag.

Erhöhtes Müllaufkommen

Einwegbecher sind hygienischer, aber sorgen auch für ein erhöhtes Müllaufkommen. Die Wirte ziehen in ihrem neuen Antrag dennoch ein positives Fazit: „Die Müllentsorgung verlief für alle Wirte überraschend gut.“ Insgesamt 100 Müllgefäße hatte die Stadt aufgestellt, wesentlich mehr als in den Jahren zuvor. Dementsprechend sieht auch die Verwaltung den Test positiv: „Das Ausmaß der wahrgenommenen Vermüllung auf dem Kirmesgelände unterschied sich kaum von Vorjahren.“

Doch die Verwaltung sieht auch einen gravierenden Nachteil: „Die ökologische Bewertung einer Verwendung von Einwegbechern bleibt sehr umstritten.“ Der Erste Beigeordnete Bernd Kemper sagte in der Ratssitzung: „Im letzten Jahr wurden die Becher komplett dem Restmüll zugeführt, weil in den Tüten eben nicht nur Plastikbecher waren, sondern auch Pommesschalen und Ähnliches.“ Mehr konnte er zum Thema Ökobilanz der Einwegbecher jedoch nicht sagen. „Damit würden wir uns ausführlich nach dem dreitätigen Test beschäftigen, bevor wir dann eine Grundsatzentscheidung für die Zukunft treffen.“

Keine Alternative

Doch genau dieser ökologische Aspekt war für einige Fraktionen der Grund, einen erneuten, längeren Test abzulehnen. „In einer Zeit, wo andere Kommunen mit Plastik-Fasten anfangen, gehen wir einen Schritt in genau die andere Richtung“, kritisierte beispielsweise Gerd Welper (Grüne). Außerdem sah er einen „Niveauverlust“ und prognostizierte nicht ganz ernst gemeint, dass man bald aus Eimern trinken werde, wenn es so weiter gehe.

Auch für Elmar Kampshoff (UWG) sind die Einwegbecher keine Lösung. „Ich werde doch wohl den Anspruch haben dürfen, dass mein Becher auf der Kirmes genauso vernünftig gespült wird wie in einer Kneipe.“ Hendrik Mulder (FDP) sah das ähnlich und wünschte sich: „Wir sollten mit den Gastronomen eine Lösung entwickeln, wie wir aus hygienischen Mehrwegbechern trinken können.“ Das Thema Ökobilanz beschäftigte die Grünen, FDP und UWG so sehr, dass sie den erneuten Test ablehnten. CDU und SPD jedoch stimmten dafür. „Wir sollten es probieren und es uns danach genau anschauen, bevor wir eine Grundsatzentscheidung treffen“, sagte Markus Windmeier (SPD).

100 Mülltonnen

Der dreitägige Test wird wie folgt aussehen: Die Stadt stellt wieder 100 Mülltonnen mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern zur Verfügung. Die Wirte sind dafür zuständig, sie abzuholen, aufzustellen, während der Kirmes auszuleeren und die ganze Zeit mit Mülltüten zu bestücken. Die vollen Tüten werden bei den Gastronomen zwischengelagert und von ihnen nach der Kirmes zum Wertstoffhof gebracht. Die Wirte müssen dafür sorgen, dass die Becher im Umfeld ihrer Stände eingesammelt werden. Die Kosten für die Entsorgung tragen die Gastronomen. Nach der Kirmes 2018 soll dann eine Entscheidung fallen, ob auch in Zukunft Einwegbecher auf der Vredener Kirmes zum Einsatz kommen.

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