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Vredener Firma entwickelt Laseranlagen

Fälschern einen Schritt voraus

Vreden Wo früher Graveure mit Stichel und Lupe werkelten, arbeiten heute computergestützte Laser. Digitale Lasertechnik ermöglicht den Druck extremer Feinheiten und wird unter anderem beim Druck von Banknoten eingesetzt. Entwickelt wird diese Technik von der Firma Schepers aus Vreden.

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Die Firma von Hans-Georg Schepers entwickelt und baut Laseranlagen, die im Sicherheitsdruck und bei der Mikroprägung zum Einsatz kommen.

Die Schrift (65 My) im Vergleich zur Linie (100 My). Fäür das menschliche Auge sind diese Schriftgrößen nicht mehr lesbar.

Ein geübter Graveur schafft mit Hand und Mikroskop etwa 50 bis 100 My. Der Laser schafft drei My.

Die Lasertechnik wird unter anderem für den Druck von Banknoten genutzt.

Hans-Georg Schepers wägt jeden Satz ganz genau ab. Seine Firma entwickelt und baut Laseranlagen für die Herstellung von Druckformen und liefert sie an Kunden auf der ganzen Welt aus. Zu den Abnehmern zählen auch Firmen, die Banknoten drucken. "Was genau wir mit denen machen und wie sie heißen, ist aber nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt", sagt der Firmengründer. Oft wisse er selbst gar nicht, was genau die Kunden mit den Maschinen machen. "Wenn wir danach fragen würden, wäre das schon bedenklich. Da werden Kunden sofort vorsichtig."

Drei My klein

Schepers nennt den Laser "Werkzeug". Was dem Graveur sein Stichel ist, ist für ihn der Laserstrahl. Dieser wird digital gesteuert und ist zwischen drei und zehn My klein (ein My entspricht einem tausendstel Millimeter). Mit der Lasertechnik des Vredener Unternehmens lassen sich zum Beispiel Druckformen für Buchstaben herstellen, die halb so groß sind wie ein menschliches Haar.

Mit dem Auge nicht lesbar

"Ich weiß nicht, ob wir damit den Weltrekord haben", sagt Schepers. "Aber das sind Schriftgrößen, die man bislang so nicht machen konnte." Für das menschliche Auge sind diese Schriftgrößen nicht mehr lesbar. Dass man sie heutzutage drucken kann, macht sie zu einem wichtigen Sicherheitsmerkmal für Banknoten, amtliche Urkunden und Briefmarken.

Produktfälschung

"Das, was wir herstellen, ist mit bisherigen Fälschungsmethoden nicht zu machen, da die Anlagentechnik ausschließlich von Sicherheitsdruckern gekauft werden kann", sagt Schepers.

Der Laser kommt aber nicht nur beim Druck von Banknoten zum Einsatz. Das sei lediglich die höchste Steigerung, sagt Schepers. "Produktfälschung ist zum Beispiel ein enorm großer Bereich".

Vielseitige Technik

Mit der Lasertechnik aus Vreden ist es möglich, Elemente auf Verpackungen zu drucken, die von Fälschern nicht kopiert werden können. Sie kommt unter anderem auch im Dekorbereich und bei der Metallprägung zum Einsatz.

Die Idee zur Selbstständigkeit kam Schepers 1988 nach einem Besuch in einer Banknotendruckerei. "Ich fand das Verfahren umständlich und wollte Lasertechnik zur Herstellung von Druckformen in den Markt bringen." Drei Jahre später gründete er seine Firma.

 

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Die Firma von Hans-Georg Schepers entwickelt und baut Laseranlagen, die im Sicherheitsdruck und bei der Mikroprägung zum Einsatz kommen.

Die Schrift (65 My) im Vergleich zur Linie (100 My). Fäür das menschliche Auge sind diese Schriftgrößen nicht mehr lesbar.

Ein geübter Graveur schafft mit Hand und Mikroskop etwa 50 bis 100 My. Der Laser schafft drei My.

Die Lasertechnik wird unter anderem für den Druck von Banknoten genutzt.

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