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Eröffnungstage im Kult in Vreden

Gelegenheiten zum Staunen

VREDEN Das "Kult" war am Wochenende ein Publikumsmagnet: Besucher von nah und fern zeigten sich begeistert vom neuen kulturhistorischen Zentrum in Vreden.

Gelegenheiten zum Staunen

Genau hinschauen lohnt sich vielen Stellen im Kult.

Nach der Eröffnung am Donnerstag hatten am Samstag und Sonntag alle Interessierten die Gelegenheit, das moderne Museum für sich zu entdecken. Besonders die fünf Führungen, am Samstag mit Kult-Leiterin Corinna Endlich und die Kuratorenführung mit Dr. Annette Menke, sowie die beiden Themenführungen und die Familienführung am Sonntag fanden riesengroßen Anklang.

Kult öffnet für alle

"Mit dieser großen Gruppe habe ich nicht gerechnet", staunte die Kult-Leiterin über 150 Interessierte, die ihr durch das imposante Gebäude folgten. "Unsere Idee war nicht nur, das Hamaland-Museum moderner zu machen, sondern mit dem Kult eine neue Kulturstätte für die Region entstehen zu lassen. Mit rund 13,5 Millionen Euro Kosten ist der Neubau im Kostenrahmen geblieben." Viel sei im Kult für die Barrierefreiheit getan worden, die attraktive Architektur sorge mit den Sichtbetonwänden und offenen Balustraden für Luftigkeit.

Nach der Begrüßung im Foyer, wo sich nun auch das Büro des Stadtmarketings befindet, konnten in den oberen Stockwerken die rund 300 Museums-Exponate bestaunt werden. Der Aspekt "Sammeln, Bewahren und Forschen" würde später im "Armenhaus" gezeigt, verwies Corinna Endlich darauf, dass die Bauarbeiten im künftigen Archiv- und Forschungsbereich noch voraussichtlich bis zum Herbst weitergehen.

Texte in zwei Sprachen

Über die Treppe, auf deren Stufen "Grenzbegriffe" standen, ging es in die Dauerausstellung "Grenze", die man in Kürze auch mit einem Audioguide entdecken kann. Alle erklärenden Texte waren in Deutsch und Niederländisch formuliert.

"Achten Sie auf die Kleinigkeiten, es gibt Medienstationen, wo Hintergrundinfos gegeben werden und die Texte an der Wand sind in leichter Sprache formuliert - das Ötzi-Museum in Bozen macht es auch so", sagte Corinna Endlich. Hannah Lepping war am Samstag mit ihren Großeltern im Kult und genoss es, während der Führung durch die Fenster auf die Kirchen und den Museumsvorplatz zu blicken. Mit einem Fernglas entdeckte sie sogar ein Schiff auf der Berkel. Der alte Berkelzomp war an der Wand abgebildet.

Passend zum Thema "Handel und Verkehr" wurden unter anderen ein Kiepenkerl und ein alter Händlerwagen mit Waren gezeigt. "Staatsgrenzen und Zölle" bildeten ein weiteres Ausstellungsthema, der Grenzstein Nr. 175 stand in der Mitte des Raumes. Besonders spannend fanden die Gäste die Schmuggler-Gegenstände: Grüne Kaffeebohnen wurden früher im Fahrradrahmen oder im Schuh geschmuggelt. "Weitere Schmugglerexponate können noch gerne bei mir abgegeben werden", bat Corinna Endlich die Besucher.

Höhepunkt Sixtus-Kasel

"Grenzgeschichten", frühere Alltags- und Sonntagskultur, Töpferwaren, Klumpen und Mode von 1920 bis 1990 wurden im neuen Kult ebenfalls ansprechend präsentiert. Die Kult-Leiterin lud zur Entdeckungstour durch den Bereich "Glaube und Religion" ein mit dem Höhepunkt der Ausstellung, der 1200 Jahre alten Sixtus-Kasel. Sie befand sich in einem extra klimatisierten, dunklem Raum in einer 15000 Euro teuren Vitrine, wo sie laut Corinna Endlich die nächsten 100 Jahre optimal überdauern könne.

Unterhaltsam war die Präsentation des Lebens einer Stiftsdame. Hannah staunte, dass man sie mit 20 Cent zum Leben erwecken konnte, damit sie von längst vergangenen Zeiten erzählte. Das alte Chorgestühl, Tabletts, auf denen man Restaurationsarbeiten betrachtete, Messgewänder und sakrale Gegenstände, die durch farbliche Wände in Szene gesetzt wurden, gefielen den Kindern und Erwachsenen ebenso sehr gut.

Reguläre Zeiten

"Zukünftig können Sie bei uns weitere Führungen buchen, für die nächste Zeit ist der Eintritt frei", kündigte Corinna Endlich an. Ab Dienstag 18. Juli ist der Besuch der Dauerausstellung des "kult" zu folgenden Öffnungszeiten möglich: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

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