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Beratung im Bildungsausschuss

Gesamtschule findet keine politische Mehrheit

VREDEN Am Ende sollte sich bewahrheiten, dass es keine 100 zu 0-Entscheidung geben würde, wenn es um die Zukunft der Schullandschaft geht.

Gesamtschule findet keine politische Mehrheit

Die Sekundarschule in Vreden: Eine Mehrheit im Ausschuss hat sich dagegen ausgesprochen, die Überlegungen zur Umwandlung in eine Gesamtschule fortzusetzen. Foto: Markus Gehring

Unter dem Strich fiel die Mehrheit deutlich aus: Mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen hat sich der Bildungsausschuss in Vreden am Dienstag dafür ausgesprochen, dass die Stadt die Überlegungen für eine Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule nicht weiter verfolgen soll. Das letzte Wort wird darüber in der nächsten Woche der Rat haben.

Dem Beschluss war eine ungewöhnliche Beratung vorausgegangen, die im großen Ratssaal vor vollen Zuschauerrängen stattfand. In der Aussprache ging es nicht nur um das Für und Wider in dieser Frage. Eine Rolle spielten auch die Begleitumstände, die die öffentliche Debatte in den vergangenen Wochen und Monaten begleitet hatten. Erster Beigeordneter Bernd Kemper machte ebenso deutlich wie Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch, dass dabei manches eine Zuspitzung erfahren hatte, die in der Forderung nach Beendigung der Diskussion gegipfelt sei – für Holtwisch und Kemper geradezu eine Verletzung des demokratischen Prinzips.

Schülerzahl

In der Sache wies die Verwaltung vor allem auf zwei Aspekte hin: Zum einen spreche die Schülerzahl der Zukunft nicht dafür, zwei konkurrierende Oberstufen in Vreden zu schaffen. Das könne am Ende zu einer Gefährdung des Gymnasiums führen. Der andere Punkt: Angesichts der Positionierungen der beiden Schulen sei erst einmal nicht von einer Kooperation auszugehen, die so stark sei, dass sie am Ende beide Oberstufen tragen könne. Ausführlich hatte Bernd Kemper zu Beginn des Punktes dargestellt, wie sich aus Sicht der Stadt die Vorgeschichte dieses Punktes entwickelt hatte und was von den verschiedenen Seiten dazu in die Diskussion eingebracht worden war.

Die Stellungnahmen der Fraktionen spiegelten wider, dass sich die Parteien intensiv mit dieser Zukunftsfrage Vredens beschäftigt und ihre Entscheidung nicht leicht gemacht hatten. Gisela Waning (CDU) signalisierte, dass sich ihre Fraktion hinter den Vorschlag der Verwaltung stellen werde. Die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule könne das Gymnasium gefährden. Dessen Erhalt sei die oberste Prämisse. Das bestehende System könne jedem Schüler jeden Abschluss ermöglichen.

Ähnlich sah es Christel Kovermann (FDP). Beide Schulen würden exzellente Arbeit leisten, das bestehende System sei das Vernünftigste für Vreden. Helma Benke (Grüne) unterstützte ebenfalls den Weg verstärkter Kooperation. Eine Umwandlung lehnte sie angesichts des knappen Zeitfensters ab; zwei Oberstufen mit breitem Angebot in Vreden hielt sie für unrealistisch.

Kooperation


Reinhard Laurich (SPD) sprach sich für die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule aus. Die Kooperation beider Schulen könne auch den Schulstandort Vreden eher sichern als eine Beibehaltung des jetzigen Systems. Auch für das Gymnasium stecke darin eine Chance. Heinz-Josef Ostendorf (UWG) beantragte, eine Umwandlung zwar zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen, aber ein Fachgutachten einzuholen und dann die Gründung einer Gesamtschule zum Schuljahr 2018/19 beziehungsweise 2919/20 weiterzuverfolgen.

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