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"Heiße" Übung für Feuerwehrleute

"Heiße" Übung für Feuerwehrleute

<p>In dem Brandsimulations-Anhänger fanden die Feuerwehrleute bei ihrer einmal pro Jahr durchzuführenden Ausbildungseinheit nahezu reale Einsatzszenarien vor . Feuerwehr Vreden</p>

Vreden/Stadtlohn/Südlohn Eine besondere Erfahrung machten rund 90 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Stadtlohn, Südlohn und Vreden am Wochenende auf dem Viehmarkt. Die Träger von Atemschutzgeräten müssen einmal jährlich eine praktische Ausbildungseinheit absolvieren. Im Normalfall geschieht dies in der Atemschutzübungsstrecke des Kreises Borken, im Keller der Wache Ahaus und durch zusätzliche Übungen an den jeweiligen Standorten - immer ohne echtes Feuer.

Nun wurde auf Initiative der Wehrführer Günter Wewers (Löschzug Stadtlohn), Leo Schrote (Löschzüge Oeding und Südlohn) sowie Bernhard Nienhaus (Löschzüge Vreden-Ammeloe und Vreden-Stadt) die Übung in einem Brandsimulations-Anhänger einer Fachfirma abgehalten.

In diesem mussten die Feuerwehrleute verschiedene Brandszenarien (Kellertreppenbrand, Gasflaschenbrand, Sesselbrand und Friteusenbrand), die durch echtes Gasfeuer simuliert werden mit Wasser "löschen". Da Gas mit Wasser nicht löschbar ist, hat ein Computer aufgrund der Kühlwirkung des Wasser die Löschwirkung gemessen und nach ausreichender Löscharbeit die Gaszufuhr unterbrochen.

Aufgrund des Feuers herrschten in Kopfhöhe Temperaturen von über 400 Grad. Insoweit hielten sich die Einsatzkräfte weitestgehend "unten" im Gänseschritt. Unterwegs waren Gasanschluss und Elektroverteilung zu finden und abzustellen. Außerdem kam es beim Öffnen einer Tür zu einem Flash-Over (Durchzünden heißer Brandgase an der Decke über die Wehrmänner und -frauen hinweg). Beobachtet wurden die Zweier-Teams dabei durch Scheiben vom Ausbilder und weiteren Beobachtern aus der eigenen Feuerwehr.

Besonderes Augenmerk galt einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr vor und nach dem "Einsatz". Abschließend gab es immer eine Nachbesprechung mit den einzelnen Löschteams über Verbesserungsmöglichkeiten bei der Einsatz-Taktik.

Die Kosten für den Simulationsanhänger sowie die notwendige Logistik tragen anteilig die Gemeinden und Städte als Träger des Feuerschutzes. Aufgrund der positiven Resonanz aller Teilnehmer, so waren sich die Wehrführer einig, sollte diese Art der praktischen Ausbildung in Zukunft unbedingt wiederholt werden.

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