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Hospizdienst für Kinder in Vreden geplant

Hilfe für junge Menschen am Lebensende

VREDEN Der Verein Omega möchte sein Angebot erweitern und einen Hospizdienst auch für Kinder und Jugendliche einrichten. Die Initiative für Vreden ist gestartet, nachdem das Angebot bereits in Bocholt stark nachgefragt ist.

Hilfe für junge Menschen am Lebensende

Die Initiatoren (v.l.): Beate Bäumer-Messink aus Bocholt, (Vorstand, Omega Vreden; Koordinatorin Ambulanter Kinder- und Jugend-Hospizdienst), Dr. Werner Ihling aus Vreden (Allgemein- und Palliativmediziner, Hauptbegründer von Omega Vreden) und Dr. Mariele Averkamp aus Lingen (Vorstand Omega Vreden). Foto: Elvira Meisel-Kemper

Freundlich lachende Gesichter mildern den Eindruck des eher tristen Raumes im rückwärtigen Bereich des Weltladens. Beate Bäumer-Messink aus Bocholt und Dr. Mariele Averkamp aus Lingen, beide im Vorstand der Regionalgruppe Vreden des Vereins „Omega – Mit dem Sterben leben“ aktiv, wünschen sich, dass aus ihm eine ganz besondere Botschaft nach draußen dringt. Die engagierten Frauen möchten zusammen mit Dr. Werner Ihling einen Kinder- und Jugendhospizdienst in der Vredener Omega-Gruppe aufbauen. Ihling ist Allgemein- und Palliativmediziner aus Vreden, der die Vredener Omega-Gruppe Ende der 1990er-Jahre gegründet hat und sie bis heute betreut.

Ehrenamtliche Helfer

Die Begleitung schwerstkranker und sterbender erwachsener Menschen und ihrer Angehörigen war bisher ihre Hauptaufgabe. Wann immer Gesprächs- und Handlungsbedarf bestand, waren die Mitglieder der Omega-Gruppe zur Stelle. Auch weiterhin berät Omega Schwerstkranke und Sterbende in Vreden in allen Fragen zu hospizlicher und palliativmedizinischer Betreuung zuhause.

Bei dem neuen Angebot geht es nicht nur um die Begleitung in der letzten Lebensphase der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Wir sehen uns als Unterstützer, wo andere Systeme nicht greifen“, beschreibt Beate Bäumer-Messink das neue Angebot.

Seit 2016 erfolgreich in Bocholt

Als hauptamtliche Koordinatorin unter dem Dach von Omega hat sie seit März 2016 in Bocholt erfolgreich den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst aufgebaut. „Es kamen immer mehr Anfragen aus dem Umland. Wir haben uns für Vreden entschieden“, begründet Bäumer-Messink. „Kinder brauchen manchmal eine jahrelange Begleitung. Wir schauen, was die Familie gerade braucht. Mal geht es um die Geschwister, dann um die Eltern und um das betroffene Kind. Auch wenn ein Elternteil erkrankt ist, betreuen wir die Kinder und Jugendlichen. Es können ganz simple Fahrdienste sein, es kann sich um Beratung handeln oder einfach um Gesprächsbedarf. Dasein und Aushalten bis über den Tod hinaus, danach handeln wir“, ergänzte sie. „Diese Altersgruppe wurde bisher überhaupt nicht versorgt. In der letzten Zeit hätte ich einige Male gern auf entsprechende Dienste hingewiesen“, so Dr. Werner Ihling.

Vortragsreihe

Allerdings soll es bei dem Aufbau des Kinder- und Jugendhospizdienstes in Vreden nicht bleiben. Vortrags- und Diskussionsabende wird es in Vreden wieder geben, so wie schon in früheren Jahren. „Suizid ist gerade bei Jugendlichen ein zunehmendes Problem, das könnte eines der ersten Themen sein“, nennt Bäumer-Messink eines der drängendsten Problemfelder.

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