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Gymnasium Georgianum

Inklusion mit Vorbehalt

VREDEN Rektor Bernd Telgmann bleibt bei seiner Haltung: Das Gymnasium Georgianum verweigere sich der Aufgabe der Inklusion nicht. Wenn das Personal jedoch nicht zur Verfügung stehe, könne seine Schule keine weiteren komplexen Aufgaben übernehmen.

Inklusion mit Vorbehalt

Das Gymnasium Georgianum in Vreden: Sein Leiter Bernd Telgmann berichtete dem Schulausschuss über die Erfahrungen mit der Inklusion. Er nahm dabei auch Stellung zur Frage des Unterrichts für Schüler mit zieldifferentem Förderbedarf.

Damit zielte er am Montag im Schulausschuss auf den Gegenstand der Diskussion, die bereits Anfang des Jahres aufgekommen war: die Aufnahme von Schülern mit Förderbedarf, die zieldifferent zu unterrichten sind.

Genau darum war es bereits im Januar im Schulausschuss gegangen. Zur Erinnerung: Dort stand das Thema Inklusion an den weiterführenden Schulen in Vreden auf der Tagesordnung. Gisela Huning, Leiterin der Sekundarschule, hatte dazu in dem Gremium gesprochen. Telgmann konnte wegen Erkrankung nicht teilnehmen. Der Ausschuss fasste seinerzeit einen einstimmigen Beschluss: Sekundarschule und Gymnasium sollten die Aufgabe gleichmäßig schultern, auch zieldifferent eingestufte Schüler mit Förderbedarf aufzunehmen (Münsterland Zeitung berichtete). Zur Erklärung: Zielgleiche Inklusion bedeutet, dass die Schüler die gleichen Ziele erreichen sollen wie ihre Mitschüler. Bei zieldifferenter Inklusion sieht das anders aus: Dabei müssen die jeweiligen Unterrichtsziele für den betreffenden Schüler angepasst werden.

Beschluss kritisiert

Im Nachgang zum Ausschuss hatte Telgmann diesen Beschluss kritisiert. Er sah seine Schule in ein falsches Licht gesetzt. Diesen Vorwurf erneuerte er nun, als sich der Schulausschuss erneut mit dem Thema befasste - diesmal, um die Position des Gymnasiums zu hören. Telgmann sprach mehrfach davon, dass dem Gymnasium vorgeworfen worden sei, sich zu verweigern. Das mochte die Vorsitzende des Gremiums so nicht hinnehmen: Kläre Winhuysen (SPD) verwahrte sich dagegen und forderte Telgmann auf, diese Behauptung zu unterlassen: "Das ist so nicht im Ausschuss gesagt worden."

Zurück zum eigentlichen Thema: Der Leiter des Gymnasiums Georgianum schilderte, dass an der Schule seit Jahren mehrere Schüler erfolgreich inklusiv unterrichtet würden. Mit Blick auf die Personalsituation erklärte er: "Wir werden den Auftrag erfüllen, wenn wir entsprechend ausgestattet sind." Das Gymnasium sehe sich den Kindern verpflichtet, betonte er.

Frage der Personalausstattung

Ob denn die Personalausstattung an der Sekundarschule besser sei, wollte Kläre Winhuysen von der ebenfalls anwesenden Schulleiterin Gisela Huning wissen. Die verneinte: "Diese Situation ist an allen Schulen so." Das griff in der Debatte Reinhard Laurich (SPD) auf: Es gehe um zwei Schulen, die beide schlechte Bedingungen für die zieldifferente Inklusion hätten. "Eine Schule sagt, sie könne das unter diesen Umständen nicht. Die Frage ist, ob wir diese Ungerechtigkeit zulassen." Telgmann antwortete: "Es geht um Gerechtigkeit für die Kinder, nicht für Schulen." Die Frage sei, welche Schule für die Aufgabe am besten geeignet sei. Das Gymnasium sei darauf am wenigsten vorbereitet.

Was in der Sitzung auch deutlich wurde: Nicht die Stadt befindet über die Zuweisung der Schüler. Der Entscheidungsprozess darüber beginnt für das Schuljahr 2016/17 bereits im Herbst dieses Jahres. Der Kreis fragt dazu nach den Sommerferien die Grundschulen ab; es folgen Beratungen. Bis Ende Oktober gibt es einen Vorschlag, welche Schule das Kind vom fünften Schuljahr an besuchen soll. Mitte Januar soll die Einstufung stehen. Danach haben die Eltern die Wahl: Entweder sie folgen dem Vorschlag oder wählen den Besuch der Förderschule.

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