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Kann es Schöneres geben?

Vreden "Hat es Ihnen die Sprache verschlagen?" Kulturausschussvorsitzende Kläre Winhuysen blickte etwas ratlos in die Runde. Weit gefehlt: Die Kommunalpolitiker mussten sich erst sammeln - vor lauter Begeisterung über die Pläne für ein "Kulturhistorisches Zentrum".

Kann es Schöneres geben?

<p>Eine einzigartige Sixtuskasel - ein Priestergewand - aus dem 7. Jahrhundert ist eines der historisch wertvollsten Exponate im Hamalandmuseum. Bütterhoff</p>

Bernhard Grote als Fachbereichsleiter Kultur vom Kreis Borken und Architekt Jürgen Schröder aus Münster hatten soeben das Konzept für die Bündelung von Hamalandmuseum, Landeskundlichem Institut, Bibliotheken und Archiven zwischen Gasthausstraße und Butenwall vorgestellt und hörten nach einer halben Minute staunender Sprachlosigkeit nur Positives. "Hocherfreut" zeigte sich Theo Humberg (CDU) über die Planung. "So viel Kultur auf so wenig Quadratmetern - was kann es Schöneres geben?", geriet Andreas Windmeier (SPD) geradzu ins Schwärmen, und Elmar Kampshoff (UWG) nannte das Konzept "eine historische Chance, die man unbedingt ergreifen sollte". Was ehrenamtlich vorgeleistet wurde, blickte Sandra Lentfort für die Grünen auf die Anfänge des Hamalandmuseums zurück, "das verpflichtet uns dazu, dies alles für die folgenden Generationen zu erhalten."

Vreden sei stolz, dies solle Grote als Rückmeldung den Kreisgremien mitteilen, bat ihn Kläre Winhuysen. Wie bereits berichtet, haben der Kreis Borken und die Stadt Vreden an der Idee eines "Kulturhistorischen Zentrums" gearbeitet. "Ein Dienstleistungszentrum, das weit über das Münsterland ausstrahlen soll", nannte Bernhard Grote das Ziel mit Präsentation im Museum, Forschung im Landeskundlichen Institut und Dokumentation in Archiven. "Keine Konkurrenz zur Uni-Bibliothek in Münster, aber eine Bibliothek, die ihresgleichen sucht", könne laut Grote entstehen: 12 000 Bücher aus der Institutsbibliothek, 10 000 aus der Bibliothek des Kreisarchivs, dazu eine in Aussicht gestellte private Schenkung von 1500 Katalogen und Bibeln könnte das Zentrum beispielsweise beherbergen.

Architekt Jürgen Schröder stellte die 2006 vom Kreis in Auftrag gegebene bauliche Machbarkeitsstudie vor. Die vielen baulichen und technischen Mängel waren den Vredenern ebenso wenig neu wie die Tatsache, dass Feuchtigkeit und Schimmelpilze den Ausstellungsstücken zusetzen. ewa

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