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Projekt

Kinder entdecken Klangwelt

VREDEN Ein Vorhang aus Bambusstangen, unterschiedlich lange Rohre am Zaun und ein Schlauch, der rund um die Holzhütte geht. Das sind die Stationen der Klangpassage, die Kinder und Eltern am Samstag im Sterntaler-Kindergarten aufgebaut haben.

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Eltern bringen die Lauschrohre am Zaun an.

Mit voller Konzentration bohrt Johanna das Loch in die Bambusstange.

Vater Dirk Lütjenhuis sägt die Balken für die Kanongasse zu.

Sophie sengt die Enden des Fadens an, um sie leichter durch das Loch stecken zu können.

Rund 30 Kinder und Eltern helfen beim Aufbau der Klangpassage.

Kindergartenleiterin Cornelia Sonntag probiert das Lauschtelefon schon mal aus.

Im Innenraum des Kindergartens ist eine kleine Werkstatt aufgebaut. Johanna drückt den Bohrer durch eine dicke Bambusstange, die sie dann zu ihrer großen Schwester Sophie bringt. Die sitzt am Tisch nebenan und zieht Fäden durch die entstandenen Löcher. Vorher sengt sie die Enden über einem Teelicht an, damit es leichter geht.

"Knapp 80 dieser Stangen bilden später einen Vorhang, durch den man durchgehen kann", erklärt Tanja Burmann von der Mobilen Musikwerkstatt. Sie hat das Projekt organisiert. Die Bambusstangen sind unterschiedlich lang und dick. Beim Durchgehen entstehen so verschiedene Klänge. Der Vorhang aber nur eine von vier Stationen, die im Außenbereich des Kindergartens entstanden sind. Erst vor knapp einem Jahr ist die Einrichtung in das neue Gebäude gezogen. "Diese Klangpassage ist jetzt noch eine gute Bereicherung für den Außenbereich", sagt Einrichtungsleiterin Cornelia Sonntag.

Gasse aus Tönen

Neben dem Sandkasten wurde zum Beispiel eine Kanongasse gebaut. "Wir haben Tischbeine in verschiedene Längen gesägt, sodass sie die Töne von Bruder Jakob erzeugen", sage Burmann. Diese wurden im Kreis aufgehängt, sodass die Kinder das ganze Lied hören, wenn sie herumgehen. Um die bereits vorhandene Holzhütte herum haben die Kinder und Eltern einen alten Melkschlauch angebracht. So ist ein Flüstertelefon entstanden. Die Kinder können miteinander reden, ohne sich zu sehen. "Der Schall wird durch den Schlauch weitergeleitet", erklärt Burmann.

Die vierte Station sind Lauschrohre, die senkrecht am Zaun angebracht wurden. Die Regenrohre haben verschiedene Längen und Dicken. Wenn der Wind über die obere Öffnung streicht, entsteht ein Ton, der hörbar wird, wenn die Kinder ihr Ohr an die untere Öffnung halten.

Klangwelt erschließen

Das Ziel der Mobilen Musikwerkstatt ist, Kinder so früh wie möglich mit der Welt der Klänge in Berührung zu bringen. "Sie stellen die Anlage an und da kommt Musik raus. Aber wie genau so ein Klang entsteht, wissen sie im Regelfall nicht und das zeigt ihnen so eine Klangpassage", sagte Burmann. Für Cornelia Sonntag spielt auch die Kommunikation zwischen den Kindern eine große Rolle: "Sie fangen an, sich darüber zu unterhalten, was sie hören und das zu vergleichen." Rund 30 Kinder mit ihren Eltern haben den ganzen Samstag beim Aufbau der vier Stationen geholfen.

Das Projekt im Sterntaler-Kindergarten war der Abschluss einer Fortbildung der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen. Die Mobile Musikwerkstatt ist bereits seit einigen Jahren in Ostwestfalen-Lippe unterwegs. In der Fortbildung wurde jetzt ein Team für das Münsterland ausgebildet. Ab sofort sind Einsätze an Kindergärten und Grundschulen in der Region möglich. Die Klangpassage am Sterntaler-Kindergarten ist das erste Projekt im Münsterland. Zeitgleich haben Kinder und Eltern an der Bischof-Martin-Grundschule in Nienborg an einer Musikwerkstatt mit Klanglabor gearbeitet. Victoria Thünte

  • Ehrenamtliche, die Lust haben, beim Aufbau von Klangpassagen zu helfen, und interessierte Kindergärten und Grundschulen können sich bei Tanja Burmann, Tel. (05228) 3539984, melden.
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