Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Kleine Nager, großer Kampf

VREDEN Von "Ach, ist die niedlich", wenn die kleinen Nager über die Kinoleinwand flimmern wie im Film "Ratatouille", bis "Ihhh, ist das ekelhaft", wenn sie im Garten aus einer Ecke kommen - die Reaktionen auf Ratten fallen unterschiedlich aus. Einer der keine Angst zeigt, ist Francisco Sorga. Er ist Schädlingsbekämpfer und zurzeit in Vreden unterwegs.

Kleine Nager, großer Kampf

<p>Rattenbekämpfer Francisco Sorga zeigt den Köder, kurz bevor er durch den Gullyschacht in die Kanalisation hinabgelassen wird. MLZ-Fotos (2) Hinnemann</p>

"Über 250 Köder legen wir am Tag aus", erklärt er. Gemeinsam mit seinem Kollegen hebt er den schweren Gullydeckel an der Lochumstraße hoch. "Zweimal im Jahr müssen die Köder ausgelegt werden, um dauerhaft Wirkung zu zeigen", erzählt Sorga. Der kleine rote Giftblock hängt dabei an einer Schnur, den er in den Abwasserschacht hinablässt. Anschließend knotet er die Schnur an der Abstiegsleiter im Kanalschacht fest.

Langsamer Tod

Die Köder enthalten ein Rattengift mit dem Wirkstoff Brodifacoum, das die Nagetiere zunächst schwächer werden lässt. Ratten besitzen keinen Würgereflex und können daher das Gift nicht wieder loswerden: "Nach fünf bis sechs Tagen sind die Tiere dann endgültig tot." Die verendeten Ratten würden vom Kanalisationswasser weggespült.

Für Menschen können die Nager deshalb gefährlich werden, weil sie Krankheiten indirekt übertragen. Darüber hinaus richten sie erhebliche Schäden in den städtischen Kanalnetzen an. Dort halten sie sich gern auf - weil oft Essensreste in der Toilette heruntergespült werden. "Das mögen die Nagetiere besonders gerne", weiß Sorga.

Aber auch die globale Erwärmung sei als Grund für das erhöhte Auftreten von Ratten verantwortlich, meint Sorga: "Besonders wenn die Winter warm sind und es nicht friert, tummmeln sich die Ratten vermehrt unter unseren Straßen." Auf die Frage, ob er denn eine Ratte als Haustier hätte, lacht Sorga: "Nein, so sehr mag ich sie dann doch nicht."

Aktion wiederholen

Die Aktion soll nach den Planungen der Stadtverwaltung im Frühjahr 2008 wiederholt werden. "Seit 22 Jahren arbeite ich jetzt in diesem Job", berichtet Sorga. Der Kampf gegen die Ratten geht weiter - auch in Vreden. hin

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wobbel-Yoga an der Vredener Norbertschule

Yoga mit König, Frosch, Pinguin und Wobbel

Vreden Egal ob Sonnengruß oder herabschauender Hund: Yoga ist für Erwachsene oft eine Herausforderung. Kindern fallen die Positionen leichter. Und dank eines besonderen Hilfsmittels haben sie auch noch viel Spaß dabei.mehr...

Dacharbeiten an Vredener Georgskirche

Nach Sturmschaden wird Kirchendach saniert

Vreden Die Bauarbeiten an der Georgskirche, deren Dach am 18. Januar beschädigt wurde, sollen im Juni beginnen. Das Dach wird auf der nördlichen Seite erneuert.mehr...

Kulturring zeigt Musical in Winterswijk

Von der Komödie bis zur Cover-Show

Vreden/Stadtlohn/Winterswijk Der Kulturring Vreden-Stadtlohn geht erstmals eine grenzüberschreitende Kooperation ein und bietet insgesamt fünf Stücke an.mehr...

Historische Postkarten aus sechs Orten

So sah unsere Heimat früher aus

Ahaus Viele Jahrzehnte wurde auf Ansichtskarten ein Stück Heimat in die Welt geschickt. Heute gibt es sie zwar auch noch, doch ein mit dem Smartphone gemachtes Foto ist im nächsten Moment schon beim Empfänger. Aus der Zeit, als Postkarten noch „in“ waren, stammen die Motive, die unsere Redaktion für eine Serie zusammengestellt hat.mehr...

Vandalismus an Vredener Hofanlage

Unbekannte leeren Feuerlöscher im historischen Backhaus

Vreden Immer häufiger entdecken Mitarbeiter des Kults Vandalismus-Schäden an der historischen Hofanlage in Vredener Stadtpark. Dieses Mal sind vor allem Schulkinder die Leidtragenden.mehr...