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Lebenslinien verleihen Porträts Ausdruck

Lebenslinien verleihen Porträts Ausdruck

Vreden Ulrich Rölfing Das Leben hat Spuren hinterlassen in den Gesichtern. Der Hamburger Künstler hat sich diesen Menschen in einer Reihe von Porträts genähert: Ungeschminkt, mit klarem Strich hat er eine Reihe von Bewohnern porträtiert. Das Ergebnis ist vom kommenden Wochenende an für mehrere Wochen als Freiluftausstellung aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des St. Antoniusheims in Vreden-Köckelwick zu sehen.

"Eigentlich komme ich eher aus der abstrakten Malerei", bekennt Rölfing. Der Anstoß, Porträts zu malen, kam von Freunden - die Umsetzung folgte in der Kolonie Maria-Veen. Den Kontakt dorthin hatte er aus seiner Internatszeit. Gut drei Wochen hielt er sich dort auf. Die anschließende Ausstellung fand großen Anklang - und legte den Grundstein für das Projekt in Köckelwick. "Da entstand die Idee, zum Jubiläum des Antoniusheims Menschen zu porträtieren, die hier leben", berichtet Rölfing.

Interessierte konnten sich melden, und die Bereitschaft dazu fiel groß aus: 25 Porträts entstanden innerhalb des Monats, den der Künstler in der Kolonie mit den Bewohnern zusammen lebte. "Ich hatte einen sehr ruhigen Raum zum Arbeiten. Die Menschen haben sich offen darauf eingelassen." Denn auch für sie war diese Situation etwas Besonderes: Rölfing widmete jedem Porträtierten als Person intensive Aufmerksamkeit. "Beim Malen herrschte konzentrierte Ruhe; Gelegenheit für Gespräche gab es in den Pausen."

Die so entstandenen Bilder zeichnen sich formell durch ihre strahlende, flächig strukturierte Farbigkeit aus, die ihnen Klarheit in der Darstellung verleiht. Ulrich Rölfing hat sie in Eitempera gemalt - einer alte Technik, bei der das wasserabstoßende Farbpigment auf Papier aufgetragen wird. Die Porträts trug er auf vorbereitete Farbgründe auf. Inhaltlich spiegeln die Bilder deutlich sichtbar die Lebenslinien wider, die sich als Erfahrungen tief eingegraben haben: "Es sind sehr sprechende Gesichter", so Ulrich Rölfing. Er hat in der Darstellung jedes Klischee vermieden und die Menschen so gemalt, wie er sie gesehen hat: nicht naturalistisch, sondern charakteristisch. to

"Die Wucht des erlebten Schicksals", Porträts von Bewohnern des Antoniusheims, vom 30. August bis zum 30. September.

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