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Forstarbeiten in Köckelwick

Mit schwerem Gerät gegen die Sturmfolgen

VREDEN Die Folgen des Sturmes Friederike sind noch immer in vielen Waldstücken sichtbar. In Köckelwick haben nun die Aufräumarbeiten begonnen.

Mit schwerem Gerät gegen die Sturmfolgen

Mit einem Harvester werden in einem Waldstück in Köckelwick die Sturmschäden beseitigt. Foto: Victoria Thünte

Baum fällt! Das braucht bei den Arbeiten in einem Waldgebiet in Köckelwick niemand zu rufen. Denn die meisten Bäume, die von dem Harvester zerkleinert werden, liegen schon am Boden. Der Sturm Friederike hat Mitte Januar erhebliche Schäden angerichtet. „Rund 3000 Festmeter Holz sind in meinem Revier Ahaus, Stadtlohn, Vreden gefallen“, sagt Försterin Christina Frost. Das sei rund die Hälfte des Jahreseinschlags, also der Menge Holz, die in einem Jahr gefällt und verkauft wird.

Besonders schlimm hat es das Gebiet von Bernhard Wolfering in Köckelwick getroffen. Deswegen beginnen dort nun die Aufräumarbeiten. „Bis jetzt war ich mit der Planung beschäftigt, welche Fläche wann an der Reihe ist“, sagt Christina Frost. Sie hofft, dass die Aufräumarbeiten bis zum Sommer abgeschlossen sind. „Wichtig ist, dass niemand selber in den Wald geht und die Stämme mit der Motorsäge zerkleinert.“ Zum einen könne das sehr gefährlich sein, zum anderen sei das Holz, so wie es liegt, am besten gelagert.

Vermessen und sägen


Zwei Harvester sind in dem Revier von Christina Frost nun im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. In Köckelwick sitzt Joop Ormel im Führerhäuschen. Er fährt den langen Arm des Harvesters aus und greift damit nach einem Baumstamm, der am Boden liegt. Der Maschinenkopf umfasst den Stamm und vermisst ihn. „Wenn er schön gerade ist, werden längere Stücke geschnitten, wenn er beulig oder krumm ist, kürzere Stücke“, erklärt Joop Ormel. Ein Computer zeigt ihm die ideale Länge der Teile an. Der Kopf schiebt den Stamm ein paar Mal hin und her, um die Äste zu entfernen. Es knackt und knarzt. Eine gelbe Motorsäge fährt an einer Seite aus und zerteilt das Holz. Es qualmt, Sägespäne fliegen durch die Luft. Dann knallt das Stück Stamm auf den Haufen am Boden.

In dem Waldstück in Köckelwick stehen viele Fichten, die besonders unter dem Sturm gelitten haben. „Fichten sind insgesamt instabil“, sagt Christina Frost. Die wenigen Fichten, die vom Sturm verschont wurden, werden nun vom Harvester gefällt. Die freistehenden Bäume hätten bei einem weiteren Sturm keine Chance mehr, stehen zu bleiben.

Im Frühjahr neu pflanzen


Auch andere Baumarten müssen weichen. „Der Waldbesitzer hat sich dazu entschlossen, nur einige wenige Bäume als Samenbäume stehen zu lassen und den Rest zu fällen, um die Fläche besser händeln zu können“, sagt Christina Frost. Im nächsten Frühjahr soll die Fläche neu bepflanzt werden.

Wer noch Schäden melden möchte, kann die Försterin kontaktieren:
christina.frost@wald-und-holz.nrw.de

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