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Huningsche Wassermühle

Mühlenfreunde ziehen Erfolgsbilanz

VREDEN Das sprichwörtliche Klappern fällt seit zwei Jahren aus. Die Wassermühle Huning an der Berkel in Vreden steht still. Nicht nur das soll sich bald wieder ändern: Das historische Bauwerk wechselt auch den Eigentümer.

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Die Mühle (rechts) im Ensemble der Hofanlage

Abbrucharbeiten am alten Standort in Ammeloe

Wiederaufbau im Stadtpark

Die Öffentlichkeit nahm regen Anteil am Wiederaufbau.

Ein Kapitel schließt sich damit für den Vredener Heimatverein. Kommt da nicht etwas Wehmut auf beim "Möllenbaas"? Friedrich Volmer antwortet mit Überzeugung: "Nein, im Gegenteil. Wir sind froh, dass die Zukunft der Mühle damit gesichert ist." Und die Mühlenfreunde des Vredener Heimatvereins müssen sich von "ihrer" Mühle ja auch nicht trennen: Der Möllenkring kümmert sich weiterhin darum.

Es ist ein Stück Wirtschaftsgeschichte, das die Heimatfreunde da erhalten haben. Jüngere Vredener kennen es gar nicht anders, als dass die Huningsche Wassermühle zwischen Berkel und Stadtgraben steht. Der Weg dorthin war allerdings zunächst kein einfacher. Bereits 1976 hatten Friedrich Volmer und Wilhelm Elling die Mühle in Ammeloe besichtigt. An ein Versetzen war aber noch nicht zu denken. Das sollte sich 1988 ändern: Die Westfalenstiftung befand die Mühle für erhaltenswert - und förderwürdig. Mittel der Sparkassenstiftung machten es für den Heimatverein 1989 möglich, die Mühle zu kaufen. Zwei Jahre später schlug die Geburtsstunde des Möllenkrings: Mitglieder des Vereins schlossen sich zu einem Arbeitskreis zusammen, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern kann.

Gelder beschaffen

Doch die Mühlen-Enthusiasten mussten noch viel Arbeit investieren - vor allem in die Beschaffung der Gelder, die notwendig waren, um die Mühle nach dem Abbruch 1993 schließlich im Stadtpark wieder aufbauen zu können. "Die Öffentlichkeit nahm daran großen Anteil", erinnert sich Friedrich Volmer noch gut. Das zeigte sich zum Beispiel in der Resonanz, die ein Mühlen-Sommerfest fand: 130.00 Mark kamen so zusammen. Förderanträge gingen an Stadt, Kreis und andere Institutionen.

Schließlich konnte es an den Wiederaufbau gehen. "Die Mühle sollte voll funktionsfähig und gleichzeitig für die Öffentlichkeit zugänglich sein", berichtet Friedrich Volmer. Das schloss ein neues Wasserrad ebenso ein wie einen Mahlgang.

Wohl den größten Aufwand stellte das Fundament dar: Eine Pfahlgründung mit 19 Betonpfählen war erforderlich, um der Mühle so nahe an der Berkel einen sicheren Stand zu verschaffen. Viele Stunden Engagement folgten, um das Werk schließlich im Jahr 1998 vollenden zu können.

Häufig geöffnet

"In den ersten fünf Jahren haben wir jeden Sonntag im Sommer geöffnet gehabt", blickt Volmer zurück. Wichtig war und ist ihm immer auch gewesen, Kindern dieses Kapitel technischer Geschichte näherzubringen. Das will er weiterhin, auch wenn die Trägerschaft für die 205 Jahre alte Mühle nun wechselt: "Wir sind dankbar dafür, dass der Kreis Borken sie nun dauerhaft in seine Hände nimmt." Ein wenig feierlich darf es also schon werden, wenn am 20. Oktober die Übergabe stattfindet.

Aber danach muss die Arbeit weitergehen: Für den Möllenkring gibt es auch künftig viel zu tun.

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