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Natur arbeiten lassen

Vreden Hochwasserschutz kann sogar zu einer ökologischen Aufwertung führen - diese Erfahrung lässt sich am Moorbach in Vreden jetzt ablesen.

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Auch der Einleitungsbereich ist umgestaltet worden und fügt sich in das neue Gesamtbild ein.

Sieht nicht nur ansprechend aus, sondern bietet auch zuverlässigen Hochwasserschutz für den Moorbach-Bereich: die so genannte raue Rampe übernimmt die Aufgabe, bei Bedarf einen Rückstau in den Rententionsraum zu bewirken. MLZ-Fotos (2) Bütterhoff

Hausaufgaben hatten die Wasserbehörden der Kommune gegeben: Sie forderten, im Bereich der Einleitungsstelle "Gewerbegebiet Strackmanns Esch" ein Regenklärbecken anzulegen. Zudem seien die Einleitemengen in den Moorbach auf ein "für das Gewässer verträgliches Maß" zu reduzieren.

Doch grau ist alle Theorie - an der Einleitungsstelle selbst macht es die vorhandene Bebauung einfach unmöglich, ein Regenrückhaltebecken anzulegen. Die Lösung: Am Moorbach sollte im Bereich eines vorhandenen Sandfangs ein Rententionsraum entstehen - durch die Aufweitung des Gewässers. Dieser so genannte Rententionsraum bietet dem Hochwasser Platz, sich schadlos an einer Stelle auszubreiten - damit ist der Druck an gefährdeteren Stellen genommen.

Uferbereich vertieft

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der rechtsseitige Uferbereich auf einer Strecke von etwa 100 Metern um rund einen Meter vertieft. Um eine Rückhaltung bei Hochwasser zu erreichen, ist eine "raue Rampe" errichtet worden: Bei normalem Wasserpegel fließt alles ungehindert ab, bei Hochwasser setzt hingegen eine Stauwirkung ein - der Rententionsraum füllt sich, bis die Hochwasserwelle durchgegangen ist. Danach kann sich der Pegel wieder von selbst normalisieren. Neue geschwungene Uferlinien und wechselnde Böschungsneigungen sollen eine Einbindung in das Landschaftsbild erreichen. Einen Vorteil in ökologischer Hinsicht bietet die raue Rampe zudem für wanderungsschwache Arten - sie schaffen es besser hindurch.

Weg behalten

Nicht verzichtet werden sollte auf den Weg, der in diesem Bereich entlang führt. Denn dieser stellt eine Verbindungsachse innerhalb des Siedlungsgebiets dar. Deshalb sollen Fußgänger und Radfahrer auch weiterhin dort entlang können - dazu war es aber erforderlich, die Wegstrecke anders zu führen. Bereits in der Bausschusssitzung Anfang Juni hatte die Verwaltung diesen Umstand im Rahmen der Planungen erläutert. Die neue Trasse des Weges konnte nur am östlichen Rand des Ausbaubereichs liegen. to

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