Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

In Vredener Betrieben

Pädagogen als Praktikanten

VREDEN Sebastian Rave muss sich zum Sprechen vorbeugen. Sein Gesprächspartner würde ihn sonst kaum verstehen. Die großen Maschinen um ihn herum arbeiten - eine andere Geräuschkulisse als jene, mit der es der Lehrer sonst zu tun hat. Er absolviert ein eintägiges Lehrerbetriebspraktikum - so wie 44 weitere seiner Kollegen.

/
Stefanie Osterkamp sammelte Erfahrungen bei Kropp-Stahl.

Katharina Döbber war bei Elektroanlagen Röring zu Besuch.

Sebastian Rave schaute sich bei Wefapress um.

Sebastian Rave hat an diesem Dienstag das Klassenzimmer in der Sekundarschule getauscht mit den Werkshallen der Firma Wefapress. Er und seine Kollegen schauen über den Tellerrand. Sie blicken hinter die Kulissen Vredener Betriebe, erfahren viel über die Ausbildungsmöglichkeiten und machen sich ein Bild von der Arbeitssituation. Das Ziel: Sie wollen ihre Schüler künftig noch besser bei der Berufswahlvorbereitung unterstützen.

Bereitschaft war hoch

"Es ist toll, dass so viele Vredener Betriebe bereit dazu waren", sagt Linda Hilbring. Die Lehrerin hat das Praktikum organisiert. Den Anstoß gab dazu das Beispiel der Profischule in Ascheberg - Linda Hilbring entwickelte daraus ein eigenes Konzept. "Die Idee stieß sofort auf Interesse." Denn die Vorbereitung auf die Wahl des richtigen Berufs gewinnt ab der achten Klasse an Bedeutung.

Viele Firmen aus Vreden waren bereit, mitzumachen - am Ende sogar weitaus mehr als nötig. "Wir haben größtes Interesse an einem guten Kontakt zu den Vredener Schulen", sagt zum Beispiel Franz-Wilhelm Frankemölle. Der Geschäftsführer von Kropp-Stahl hat an diesem Tag Stefanie Osterkamp zu Gast. Ihr üblicher Alltag besteht daraus, die Fächer Deutsch und Englisch zu unterrichten. Jetzt erfährt sie viel darüber, was Firmen von Schülern erwarten - und wie in einem Unternehmen ein Rad ins andere greifen muss. "Das bringt auf jeden Fall etwas" sagt sie.

Vredener Wirtschaft kennenlernen

Davon ist auch Gisela Huning überzeugt. Die Leiterin der Sekundarschule ist an diesem Tag selbst in die Rolle der Praktikantin geschlüpft. Ihr imponiert, wie die Erzieherinnen im St.-Georg-Kindergarten den kleinen und großen pädagogischen Herausforderungen begegnen. Die Schulleiterin sagt: "Wir schaffen mit diesem Praktikum viele Kontakte in die örtliche Wirtschaft." Gerade den auswärts lebenden Lehrern eröffne das die Chance, ein Stück weit die Vredener Wirtschaft kennenzulernen.

So wie Katharina Döbber. Sie kommt aus Haltern, und die Vielfalt der Unternehmen im Industriegebiet Gaxel beeindruckt sie durchaus. Katharina Döbber unterrichtet Mathe und Naturwissenschaften. Wenn Marco Röring ihr den Aufbau der großen Schaltschränke erklärt, kann sie dem Praktikumstag bei Elektroanlagen Röring neben mehr Wissen über die Bedingungen für die betriebliche Ausbildung auch fachlich etwas abgewinnen.

Das geht auch Sebastian Rave so. Vor vielen Jahren hat der Lehrer für Mathe, Sport und Technik schon einmal bei Wefapress gejobbt. An diesem Praktikumstag sieht er den Betrieb aber mit völlig anderen Augen: mit denen eines Lehrers, der seinen Schülern beim Weg ins Berufsleben helfen will.

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Zeugen gesucht

Einbrecher in Kleinemast unterwegs

VREDEN Bislang unbekannte Täter drangen in der Nacht von Samstag auf Sonntag gewaltsam in ein Einfamilienhaus in der Vredener Bauerschaft Kleinemast ein. Die Polizei bittet um Hinweise von eventuellen Zeugen.mehr...

Städtebauliches Entwicklungskonzept

Stärken und Schwächen der Innenstadt

Vreden Die Stadt stellt das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für die Innenstadt vor. Manche Bereiche könnten umgekrempelt werden.mehr...

Auf der Ottensteiner Straße

20-Jähriger geschlagen und beraubt

VREDEN Sein Kirmesbesuch hat in der Nacht zum Sonntag ein böses Ende gefunden: Die Polizei fand einen 20 Jahre alten Vredener verletzt und ausgeraubt auf der Ottensteiner Straße vor.mehr...

Infinity und Entenangeln

Kirmesbummel für Groß und Klein

Vreden Ein Regenbogen krönt am Samstagabend die Vredener Kirmes. Der Blickfang ist aber trotzdem das Fahrgeschäft „Infinity“ in 65 Metern Höhe. Für die jüngsten Besucher ist das allerdings nichts – die möchten lieber Entenangeln. Die Kirmes in Vreden erweist sich als ein Spaß für Groß und Klein.mehr...

Norbertschule

Neue Schulmensa eröffnet

VREDEN Die Norbertschule hat eine neue Schulmensa. Die Eröffnung haben Schüler und Offizielle mit einer kulinarischen Reise durch Europa gefeiert.mehr...