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Pädagogisch wertvoll, ... aber?

Vreden Aus schulischer und verkehrstechnischer Sicht günstig gelegen wäre eine Reitanlage an der Hünenburg, die die Felicitasschüler für das Therapeutische Reiten nutzen könnten. Gleichwohl - der Bau einer Reithalle müsse nach städtebaulichen Gesichtspunkten bewertet werden.

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Letztlich war es der Beschlussvorschlag der Verwaltung, den die CDU-Mehrheit im Schulausschuss befürwortete - nach einer äußerst zerfahrenen und kontrovers geführten Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung. Die Opposition hingegen lehnte ab - ihr hätte der erste Satz des Beschlusses gereicht.

Aus rein pädagogischer Sicht solle der Schulausschuss das Konzept der Investorin, die eine offene Reitanlage errichten will, beurteilen - so der Tagesordnungspunkt. "Wenn nur danach gefragt wird, ist die Antwort doch schon gegeben: Es ist sinnvoll, dass das therapeutische Reiten in äußerster räumlicher Nähe stattfindet", befand Pastor Klaus Noack, beratendes Mitglied im Ausschuss.

Zur Beurteilung müsse man einiges mit berücksichtigen, führte Theo Humberg (CDU, Foto) an: Die gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit mit Südlohn - vom schulischen Bereich bis zur SVS - sei zu bedenken. Wenn das Angebot des Vereins "Therapeutisches Reiten Südlohn" ohne die Vredener Schüler nicht in seinem Bestand gefährdet werde, so Humberg, könne doch auch geprüft werden, ob nicht die Reithalle in Doemern für die Therapiestunden genutzt werden könnte.

Als Heinrich Wüpping (CDU) die Frage aufwarf, ob es in einer offenen Reithalle zu kalt sein könnte für das Therapeutische Reiten, wurde der Investorin Rederecht eingeräumt. Mit Windfangnetzen an den Seiten und einem geheiztem Aufenthaltsraum könne man für kalte Tage gewappnet sein, erläuterte sie. Die CDU blieb skeptisch, die Opposition wunderte sich: "Die Schule wird doch einschätzen können, ob das Angebot in einer offenen Halle stattfinden kann", nahm Andreas Windmeier (SPD, Foto) Bezug darauf, dass die Felicitasschulleitung sich positiv zu den Plänen geäußert habe.

"Viel Reiten"

Dass über den Standort der Reitanlage nur unter planungsrechtlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten entschieden werden könne, das sah die Opposition im Gegensatz zu Verwaltung und CDU ganz anders. Sie mahnten zur "pädagogischen Sichtweise": "Was den Kindern am meisten zugute kommt, dafür sollte sich der Schulausschuss entscheiden", betonte Elmar Kampshoff (UWG, Foto). Daniel Overkamp (SPD) regte an, sich in die Schüler hineinzuversetzen: "Viel Reiten, wenig Fahren" - das könne doch nur deren Wunsch sein. "Die Qualität gewinnt, wenn es näher ist", meinte Sandra Lentfort (Grüne). ewa

Entscheiden über die Reitanlage wird der Rat in seiner Sitzung am 22. November.

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