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Rheumapatienten wünschen sich Schmerzlinderung

Rheumapatienten wünschen sich Schmerzlinderung

Vreden "Nehmen Sie mir meine Schmerzen" - diesen Satz richten Rheumapatienten oft an ihren Arzt, so Dr. Egon Nicksch, Chefarzt der rheumatologischen Abteilung im St. Marien-Hospital. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung über "Schmerzbehandlung und Rheuma" führte Nicksch die über 100 Teilnehmer in das Thema ein.

"Schmerzlinderung, Bewegung, Gelenkfunktion und Mobilisation sind bei fast allen rheumatischen Krankheitsbildern ein zentrales Thema zur Verbesserung der Lebensqualität", so Oberärztin Dr. Jutta Schönherr (Foto). Die Referentin ging hauptsächlich auf die Schmerzlinderung ein und stellte die einzelnen Arzneistufen vor. Doch vor der Behandlung stehe zuerst die genaue Diagnostik, denn es gebe viele unterschiedliche Rheumakrankheiten, beispielsweise die entzündlich rheumatische Erkrankung des Bewegungsapparates, der Muskeln, der Gelenke und Weichteile, der Knochen und schließlich degenerative Erkrankungen, so die Ärztin.

Beginnend mit den peripher wirkenden Schmerzmitteln wie Novalgin oder Paracetamol würden alternativ auch die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) eingesetzt, die als "kortisonfreie Entzündungshemmer" neben ihrer antientzündlichen Wirkung auch sehr gute schmerzlindernde Eigenschaften besäßen. Seien die Rheumaschmerzen vor allem durch einen hochaktiven Entzündungsprozess bedingt, seien auch Cortisonpräparate (Glukokortikoide) angezeigt, die jedoch keine eigene schmerzlindernde Wirkung besitzen. Wenn diese Mittel nicht ausreichten, könnten auch so genannte Nicht-Opioid-Analgetika eingesetzt werden - in Einzelfällen seien auch Opioide angezeigt.

Bei Schmerzen, die nicht von rheumatisch entzündeten Gelenken ausgehen, sondern denen etwa Osteoporose oder Weichteilrheumatismus zu Grunde liegt, kämen alternativ Medikamente anderer Wirkstoffgruppen zum Einsatz. Dr. Schönherr informierte über Nebenwirkungen einiger Medikamente, die die Lebensqualität beeinträchtigten. Sie ging auf schmerzlindernd wirkende physikalische Therapien von Quarkwicke bis Fangopackung ein, bevor sie viele Fragen der Zuhörer beantwortete. MPB

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