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Kein Public Viewing auf Vredener Domhof

Rudelgucken auf dem Domhof fällt flach

Vreden In diesem Jahr wird es kein Public Viewing auf dem Domhof geben. Können die Vredener die WM dennoch im Rudel gucken? Die Gastronomen halten sich bedeckt.

Rudelgucken auf dem Domhof fällt flach

Beste Stimmung herrschte auf dem Domhof beim Public Viewing – hier beim 4:0-Sieg des deutschen Teams über Portugal. Diesen Sommer wird es wohl nichts mit einer großen Leinwand auf dem Domhof. Foto: Foto: Anne Winter-Weckenbrock

Noch 20 Tage, dann startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Mexiko in die Fußball-Weltmeisterschaft. Seit zwölf Jahren konnten die Vredener solche Spiele gemeinsam auf dem Domhof auf einer riesigen Leinwand schauen. Das wird es in diesem Jahr nicht geben. Michael Schaedel von Westfalen Events organisiert die Veranstaltung und sagt: „Wir haben uns kurzfristig dazu entschieden, in diesem Jahr kein Public Viewing auf dem Domhof anzubieten.“

Das liege vor allem an zwei großen Problemen. Zum einen gebe es immer mehr Vorschriften. „Sobald wir die Fläche einzäunen, ist das eine bauliche Änderung und wir brauchen eine Genehmigung“, sagt er. Die sei zum einen teuer und zum anderen mit vielen Auflagen verbunden. „Wir nehmen beim Public Viewing keinen Eintritt, wie soll man das wieder reinholen?“

Auflagen für die Sicherheit

800 bis 1500 Zuschauer seien in den vergangenen Jahren pro Spiel gekommen. Je weiter Deutschland kam, desto mehr Zuschauer. „Der Kreis Borken ist dann auch mit den Sicherheitsauflagen sehr streng“, so Michael Schaedel. Obwohl nie etwas passiert und die Besucher immer friedlich gewesen seien.

Aus genau denselbem Grund stehe auch noch nicht sicher fest, ob das Domhof-Festival in diesem Jahr stattfinden wird. „Wir sind in Gesprächen mit der Stadt, dass sich was ändern muss. Wir würden gerne den Platz nutzen, ohne ihn einzuzäunen“, sagt der Veranstalter.

Konkurrenz durch private Anbieter

Doch es gibt noch einen anderen Grund für die Absage des Public Viewings. „Viele private Anbieter zeigen die Spiele, zum Teil auch auf großen Leinwänden“, sagt Michael Schaedel. Gefrustet sei er deswegen nicht, schade sei es aber trotzdem. Denn so gibt es viele kleinere Veranstaltungen statt eine große gemeinsame.

Laut der Stadt Vreden ist die bauliche Änderung, die durch einen Zaun besteht, nichts Neues. „Das war bisher bei jedem Domhof-Festival so. Es handelt sich einfach um eine Auflage der Stadt und die muss eingehalten werden“, erklärt Bernd Kemper, Erster Beigeordneter der Stadt Vreden. Aus Sicherheitsgründen sei das bei vielen Besuchern sinnvoll, so Kemper. „Es ist natürlich ein gewisser Aufwand, sich um die Genehmigung beim Kreis Borken zu kümmern. Allerdings war das bei allen anderen Veranstaltungen auch notwendig. Wenn Herr Schaedel das jetzt zum Anlass nimmt, ist das seine Auslegungssache“, sagt Kemper.

Zaun war Teil des Konzepts

Die Stadt Vreden ist überrascht von der Entscheidung des Veranstalters. „Bisher war ein Zaun im Konzept enthalten und aufgrund von Mindestverzehr in seinem organisatorischen Interesse“, erklärt Jürgen Depenbrock, Leiter des Ordnungsamts. „In diesem Jahr war die Kommunikation sehr rudimentär. Es gab ein Telefonat, danach haben wir nichts mehr gehört“, so Depenbrock weiter.

Gibt es denn in Vredener Gaststätten die Möglichkeit, gemeinsam die WM-Spiele zu gucken? Das steht noch nicht fest. Erstaunt zeigt sich Gastronom Rolf Elsing von der neuen Entwicklung. „Das ist für mich neu. Es kann natürlich sein, dass mein Kollege sagt: ‚Komm, lass uns am Strand was machen‘, aber bisher ist noch nichts geplant“, sagt Elsing, der mit Michael Meyerink den Offshore-Berkel-Beach betreibt.

Auch weitere Gastwirte aus Vreden wollten sich am Montag auf Anfrage der Münsterland Zeitung noch nicht zum Thema Public Viewing in Vreden äußern.

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