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Sportförderung erneuern

Vreden "Jede Änderung führt zu Brüchen. Manche Vereine werden mehr, andere weniger haben", kommentierte Vredens Erster Beigeordneter, Dr. Christoph Holtwisch den Vorschlag zur Neuordnung der Sportförderung in Vreden: "Das ist die gewollte Konsequenz des Systems."

Eine eigens einberufene Kommission aus Rat und Verwaltung hatte sich über Monate mit den Ehrungs- und Förderrichtlinien der Stadt Vreden befasst und eine Empfehlung erarbeitet, die jetzt dem Fachausschuss des Rates vorlag. Der Vorschlag, jährlich einen festen Betrag für die Gesamtsportförderung einzuplanen, und das neue dreigliedrige System für die Aufteilung der Gesamtsumme an sich stießen auf Zustimmung. Doch die "Stellschrauben" - der jeweilige Prozentsatz bei den drei Kriterien Bewirtschaftungskosten, Mitgliederzuschuss (pro Mitglied unter 18 Jahren) und Übungsleiterzuschuss - sollen noch einmal ausführlich in den Fraktionen beraten werden, bevor der Rat in seiner Dezembersitzung die neuen Richtlinien beschließt - so einigten sich die Mitglieder des Sportausschusses in der jüngsten Sitzung.

Die Verwaltung hatte der Einladung zur Sitzung schon Modellrechnungen nach den empfohlenen Richtlinien angehängt - "die Reaktionen lagen zwischen großer Freude und blankem Entsetzen",teilte Andreas Windmeier (SPD) mit, was er von Vereinen dazu gehört hatte. "Das System ist aber okay. Wir haben klare Fakten, es muss nicht jedes Jahr neu gerecht aufgeteilt werden", stellte Theo Humberg (CDU) die Vorteile heraus. Gleichwohl: "Es wird zu Brüchen kommen, eventuell bei einem oder anderen einen Aufschrei geben", blickte er Kritik entgegen.

So müssten laut Modellrechnung der Verwaltung beispielsweise kleinere Vereine wie die RB-BSG oder der Modellflugzeugclub Grenzflieger, aber auch der TV Vreden als größter Sportverein mit Einbußen rechnen.

Insgesamt fördert die Stadt Vreden die Sportvereine zurzeit mit jährlich etwa 100 000 Euro - wie viel es in Zukunft sein soll, auch das ist eine politische Entscheidung. Die vier Ratsfraktionen werden nun mit neuen Modellrechnungen mit je unterschiedlichen Prozentsätzen der "Stellschrauben" und sicher einigen Stellungnahmen von Sportvereinen in die Beratung des Kommissionsvorschlags einsteigen. ewa

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