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Steileres Dach soll Gebäude weniger massiv erscheinen lassen

Neubau am Markt

Das Dach beginnt niedriger, wird steiler, aber dafür höher. Der Architekt hat die Neuplanung für das Grundstück des ehemaligen Brauhauses am Markt vorgestellt.

Vreden

13.07.2018
Steileres Dach soll Gebäude weniger massiv erscheinen lassen

Das Erdgeschoss des geplanten Neubaus am Markt springt zurück, die orangefarbene Markierung markiert das überhängende Obergeschoss, das dann schräg Richtung Marktplatz verläuft. © Victoria Thünte

Erst ein Ortstermin am ehemaligen Brauhaus, dann ein Modell von Guido Leeck (CDU) und Zeichnungen des Architekten Tobias Mauritz – mit diesen Hilfsmitteln hat sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstagabend ein Bild von den neuen Plänen für den Neubau am Markt gemacht. Nach Eingang von acht Stellungnahmen hat Investor Alfons Küpers einige Änderungen vorgenommen.

Details der Neuplanung

Vorher: Das Dach begann bei einer Höhe von 13,85 Meter (Traufhöhe), das Gebäude war insgesamt 18,67 Meter hoch (Firsthöhe). Von der Wessendorfer Straße aus waren über dem Café drei Vollgeschosse sichtbar.

Nachher: Das Dach beginnt nun schon nach dem dritten Geschoss. Dadurch sind von der Wessendorfer Straße aus über dem Café nur noch zwei Vollgeschosse sichtbar. Das vierte und fünfte Stockwerk befinden sich unter dem Dach. Die Traufhöhe wird also niedriger (11,30 Meter), die Firsthöhe ist jedoch 60 Zentimeter höher (19,30 Meter) als im Vorentwurf, da das Dach steiler wird.

Vorher: Vom Markt aus gesehen hatte das Gebäude vier Vollgeschosse und einen First in der Mitte.

Nachher: Ein neuer Giebel sorgt dafür, dass das Gebäude „ein Gesicht zum Marktplatz“ bekommt, so die Verwaltung. Auch hier sind nur noch drei Vollgeschosse erkennbar. Im vorderen Teil fällt das Dach steiler ab, sodass die Hauswand nicht mehr so massiv wirkt.

Steileres Dach soll Gebäude weniger massiv erscheinen lassen

Ratsmitglied Guido Leeck hat ein Modell des geplanten Neubaus gebaut. © Victoria Thünte

Vorher: Die Tische der Außengastronomie zogen sich vom Café aus in einem langen Streifen bis zum Brunnen auf dem Marktplatz.

Nachher: Die Außengastronomie soll nun in einem abgegrenzten Bereich um den Baum auf dem Marktplatz aufgebaut werden. Die Fläche hat rund 228 Quadratmeter und liegt 3,5 Meter von der Zahnarztpraxis und 5 Meter vom Brunnen entfernt. Die Zahl der Sitzplätze wird zu Ruhezeiten und an Sonn- und Feiertagen auf 30 begrenzt. Nach 22 Uhr ist keine Außengastronomie vorgesehen.

Unverändert bleibt die Zahl der Stellplätze. 13 Parkplätze in der Tiefgarage für 16 Wohneinheiten plus Café sind vorgesehen. Die Verwaltung weist darauf hin, dass es im Innenstadtbereich üblich sei, notwendige Stellplätze mit einem Geldbetrag abzulösen. Ebenfalls geblieben ist die überbaute Fläche. 97,8 Qua-dratmeter müsste der Investor von der Stadt erwerben.

Das sagen die Politiker

Alle Fraktionen äußerten sich positiv zu dem Bauvorhaben. „Wir müssen die Chance wahrnehmen, die Aufenthaltszeit in der Innenstadt zu erhöhen“, sagte beispielsweise Heinrich Wildenhues (CDU). Das Gebäude sei „mutig platziert“, aber möglich. Ähnlich äußerte sich Hendrik Mulder (FDP): „Ja, es ist groß und auch größer als andere Gebäude.“ Doch auch er sah den positiven Effekt für die Innenstadt. Deswegen könne man „auch mit dem Volumen des Gebäudes leben“. Auch SPD, UWG und die Grünen sahen die Chance für die Innenstadt und fanden das Gebäude angemessen.

Das sagen die Bürger

„Das ist wirklich massiv“, sagte eine ältere Dame vor der Sitzung beim Ortstermin am ehemaligen Rathaus, als sie die Markierungen auf dem Boden sah und in die Höhe blickte. Im Rathaus wurde die Sitzung dann kurz unterbrochen, damit auch die Zuschauer sich das Modell von Guido Leeck (CDU) anschauen konnten. Zwei Männer nutzten die Chance direkt für Kritik: „Die Visualisierungen und Zeichnungen zeigen doch gar nicht die ganze Wahrheit. Sie sind so manipuliert, dass es gut aussieht.“ Die acht eingegangenen Einwände samt Stellungnahmen der Verwaltung sind im Ratsinformationssystem auf der Internetseite der Stadt Vreden veröffentlicht.

So geht es weiter

Der Ausschuss hat die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs und die Beteiligung der Behörden für den Zeitraum vom 25. Juli bis zum 29. August beschlossen. Am Montag, 20. August, wird es außerdem um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses, Burgstraße 14, eine Bürgerinformationsveranstaltung geben.www.vreden.de

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