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Bilanz Citymanagement

Was die Vredener Innenstadt für die Zukunft braucht

Vreden Aylin Meßing-Branse hat seit inzwischen drei Jahren die Entwicklung im Ortskern zu ihrer Aufgabe gemacht. Sie hat nun Bilanz gezogen und ist unangenehmen Wahrheiten dabei nicht ausgewichen.

Was die Vredener Innenstadt für die Zukunft braucht

Aylin Meßing-Branse, seit drei Jahren Citymanagerin in Vreden Foto: Foto: Thorsten Ohm

Aylin Meßing-Branse nahm nach drei Jahren in Vreden kein Blatt vor den Mund. Ungeschminkt und sachlich beschrieb sie die Situation des Einzelhandels in der Vredener Innenstadt – nicht der einzige Aspekt ihrer Arbeit, aber einer, auf den sich der Fokus der Öffentlichkeit in besonderer Weise richtet.

Im Kampf um den Einzelhandelsstandort war die Citymanagerin an vielen Fronten aktiv, immer mit einem genauen Bild der aktuellen Lage. Und die verlange ein Umdenken. Denn es gelingt anscheinend trotz aller Bemühungen nicht, auswärtige Interessenten für den Standort zu gewinnen. 62 Prozent Absagen – oft wegen der Größe Vredens –, 31 Prozent ohne Reaktion: „Ein ernüchterndes Ergebnis.“

Fazit: „Wir befinden uns im Strukturwandel und müssen über eine Schrumpfung des Einzelhandels reden.“

Kampf gegen Leerstände

Seit 2014 hat Aylin Meßing-Branse als Citymanagerin gegen Leerstände und für mehr unternehmerische Aktivität im Herzen Vredens gekämpft, kreative Ideen mit angeschoben und sowohl im wahrsten Sinne des Wortes als auch im übertragenen Hunderte von Klinken geputzt: „Ich habe seit 2014 über 1500 Gespräche geführt.“ Was sie erreicht hat und wo Konsequenzen aus der aktuellen Entwicklung notwendig erscheinen, das alles stellte sie jetzt im Stadtrat vor.

Das geschah aus gegebenem Anlass: Abgelaufen ist jetzt der Zeitraum, für den das Büro Stadt und Handel aus dem Prozess des Integrierten Handlungskonzepts heraus beauftragt worden war, ein Citymanagement in Vreden zu etablieren. Aylin Meßing-Branse hat sich in dieser Zeit in Vreden gut vernetzt: Sie kennt inzwischen nicht nur Land und Leute, sondern weiß auch, wie die Akteure in der Innenstadt „unterwegs sind“.

Viele Besucher haben den Weg in das Ladenlokal am Markt gefunden, in dem für lange Zeit das Citymanagement untergebracht war, ehe es ins neue Kult umzog – Tür an Tür mit dem Stadtmarketing: „Das hat Synergien geschaffen.“

Viel bewegt

In ihrer Bilanz verwies die Citymanagerin auf Punkte wie die Mitarbeit an der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes, auf Initiativen wie die Ideenfabrik mit ihren publikumswirksamen Aktionen wie Bücherbox oder Kofferraumverkauf, auf das Zusammenspiel mit dem Stadtmarketing bei der Vreden-Tüte oder der Flamingo-Figur, oder auf das Zustandekommen des Verfügungsfonds oder die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes, bei der sich Aylin Meßing-Branse einbringt.

Etwas Aufbruchstimmung gab es am Ende ihres Berichts auch: „Wenn am Markt und am Bremer Platz etwas passiert, könnte das einen Anschub für die ganze Innenstadt bringen.“

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