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Vredener Gastronomen springen in die Bresche

Public Viewing nun doch in Vreden auf dem Domhof

Nach der kurzfristigen Absage des ursprünglichen Veranstalters des Public Viewings auf dem Domhof nehmen nun zwei Vredener Gastronomen die Sache in die Hand – mit kleinen Änderungen.

Vreden

von Victoria Thünte

, 05.06.2018
Vredener Gastronomen springen in die Bresche

So schön jubeln wie hier 2010 können die Vredener auch bei dieser WM wieder auf dem Domhof. © Archiv

Es gibt zwar noch viele offene Fragen, aber eines steht fest: Es wird nun doch ein Public Viewing auf dem Domhof zur Fußball-Weltmeisterschaft geben. Die Vredener Gastronomen Michael Meyerink und Rolf Elsing haben die Sache nach der kurzfristigen Absage des Veranstalters Michael Schaedel in die Hand genommen. Erst am Montag ist die endgültige Entscheidung gefallen und so kannte auch Bürgermeister Christoph Holtwisch beim Pressetermin am Dienstagmittag noch nicht alle Einzelheiten. Doch die wichtigsten Fragen konnten die Gastronomen beantworten.

Wie ist es dazu gekommen, dass nun Michael Meyerink und Rolf Elsing das Public Viewing veranstalten?

Vor rund einer Woche hat Michael Schaedel, der seit zwölf Jahren der Veranstalter des Rudelguckens auf dem Domhof ist, überraschend abgesagt. Die Genehmigungen seien zu teuer und aufwendig, die Konkurrenz in Vreden zu groß. Michael Meyerink und Rolf Elsing haben sich daraufhin entschieden, etwas auf die Beine zu stellen. Doch das war leichter gesagt als getan. Schließlich sind es nur noch wenige Tage bis zur WM. „Überall wo wir angefragt haben, konnte man keine Leinwand mehr mieten, es war alles weg“, sagt Michael Meyerink. Am Montag fanden dann Patrick Paffrath vom Cinetech Vreden und die Gastronomen zusammen.

Was genau wird auf dem Domhof aufgebaut?

Patrick Paffrath stellt eine fünf mal drei Meter große LED-Leinwand zur Verfügung. „Es ist eine ganz moderne Leinwand, bei der Sonneneinstrahlung keine Probleme bereiten soll“, sagt Michael Meyerink. Deswegen wird sie anders als in den Vorjahren vor dem K+K-Markt aufgebaut. So wird außerdem die Außenterrasse der Gaststätte Chippys eingebunden. Wer dort sitzt, kann die Leinwand sehen. Das Gelände wird eingezäunt, Eingänge mit Sicherheitskontrollen soll es zu allen Seiten geben.

Vredener Gastronomen springen in die Bresche

Michael Meyerink und Rolf Elsing (vorne) übernehmen das Public Viewing auf dem Domhof. © Victoria Thünte

Und was ist mit den Genehmigungen?

Michael Schaedel hatte die von der Verwaltung gewünschte Einzäunung und die damit verbundenen Genehmigungen als Grund für seine Absage genannt. Rolf Elsing und Michael Meyerink sind aber sicher, dass sie auch jetzt noch die nötigen Genehmigungen bekommen werden. Sie wollen am Mittwoch persönlich nach Borken fahren, um die Anträge abzugeben. „Wir haben schon das Signal bekommen, dass das klappen wird“, sagt Stefan Busch vom Vredener Ordnungsamt.

Welche Spiele werden übertragen?

Gezeigt werden alle Spiele mit deutscher Beteiligung, also im besten Fall sieben Stück. Und wenn Deutschland nicht im Finale steht? „Wir lassen uns noch offen, ob wir das Endspiel dann zeigen. Wir schauen, wie die Stimmung ist, ob es gewünscht ist oder nicht“, sagt Rolf Elsing.

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Was kostet ein Besuch?

„Es wird keinen Eintritt geben und auch keinen Mindestverzehr“, sagt Michael Meyerink. Deswegen sind die Gastronomen auf das Sponsoring der Sparkasse und des Cinetechs angewiesen. Eigene Getränke mitzubringen ist aber verboten. Auf dem Gelände wird es Getränkestände geben, das Jugendwerk sorgt dafür, dass alkoholfreie Getränke wesentlich günstiger als alkoholische Getränke angeboten werden. „Damit es auch familienfreundlich wird“, sagt Markus Funke.

Einweg- oder Mehrwegbecher?

Es wird Einwegbecher geben. „Das ist bei solchen Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben“, sagt Rolf Elsing. Harte Mehrwegbecher wären bei Bierduschen, die bei einem Public Viewing häufig vorkommen, einfach zu gefährlich. Aber die Gastronomen wollen sich etwas überlegen, damit die Becher zurückgebracht werden, um sie einzeln sammeln und dann auch recyceln zu können. „Eine Idee ist zum Beispiel, dass es für zurückgebrachte Becher gratis Fanartikel gibt“, sagt Michael Meyerink.

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